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Attraktiver Start der nationalen Geflügelschau in Züberwangen
Unter besten Bedingungen konnte in den Gewächshäusern von Blumen Rutishauser die alle zwei Jahre stattfindende nationale Geflügelschau stattfinden.
Niklaus Jung
Es war ein Lob auf die Kleintierzucht, was sich am Samstagmittag zur Eröffnung der nationalen Geflügelausstellung bei Blumen Rutishauser in Züberwangen ergab. Unter Beteiligung von über 400 Züchtern aus allen Landesteilen mit über 2'000 Tieren kam die grosse und schönst gepflegte Vielfalt zur Vorstellung. Für Zuzwil ist es das erste grosse Highlight im Jubiläumsjahr 1250 Jahre, nach grossen Städten wie Bern, Thun und Basel, auserwählter Ausstellungort zu sein.
Noch bis Sonntagnachmittag 15 Uhr dauert die alle zwei Jahre stattfindende Geflügelschau in der grossen Gewächshalle von Rutishauser in Züberwangen. Für die Veranstalter des schweizerischen Geflügelzuchtverbandes unter OK Präsident Leo Locher ist es eine Premiere, in einer Gärtnerei die Ausstellung durchführen zu können. Die Familie Rutishauser durfte denn auch grossen Dank entgegen nehmen für Ihr Entgegenkommen. Für eine freudvolle Eröffnung sorgten weiter die Happy Singers unter Leitung von Jacqueline Rubli und Begleitung von Walter Gysel am Keyboard.
Aufwind für die Kleintierzucht Martin Wyss, Präsident von Rassegeflügel Schweiz drückte seine Freude darüber aus, dass nach einem Ringen im Vorstand zur Durchführung der Ausstellung 2010 nun mit Züberwangen gleich einer der besten Orte gefunden worden sei. Nach Wyss leisteten gerade die Rassegeflügelzüchter in der Erhaltung Jahrhunderte alten Rassen einen wichtigen Beitrag zur Biodiversität. Erfreulich sei die Tatsache, dass nun auch die Politik den Stellenwert dieser Freizeitbeschäftigung erkannt habe, wo zumeist die ganze Familie darin verbunden sei.
OK-Präsident Leo Locher erinnerte in seinen Worten an die nicht unerhebliche Vorbereitungszeit und den Einsatz vieler Helfer. Bereits im Mai 2009 hätten sie in einer ersten Kontaktnahme mit Rutishausers den Ausstellungsort rekognosziert. Die optimalen räumlichen Verhältnisse dienten den zahlreich anwesenden Gästen wie auch den Tieren für einen angenehmen Aufenthalt.
Zuzwil nach Bern und Basel Ausstellungsort Gemeindepräsident Roland Hardegger gab sich in seinen Grussworten stolz darüber, dass nach Städten wie Bern, Thun und Basel die Wahl auf Zuzwil gefallen sei. Ungewollt werde dieser Grossanlass auch zum ersten Highlight des Jubiläumsjahres von Zuzwil mit 1250 Jahren seit der Ersterwähnung. Hardegger stellte weiter seine Gemeinde mit den 4'500 Einwohner vor, allerdings gebe es noch mehr Hühner, welche zusammen auf den 9 km2 Land wohnten.
Lobende Worte kamen weiter aus dem Munde von Willhelm Riebniger, Präsident Bundesdeutscher Rassengeflügelzüchter. Neben ihm war auch der österreichische Vertreter Hermann Strohmeier anwesend. Riebniger lobte die Gestaltung der Ausstellung bei Rutishauser. Blumen und Geflügel passten optimal zusammen, bei beiden gehe es doch um grosse Vielfalt und schönste Präsentation. Seiner Ansicht nach ist der ständige Vergleich auch über die Landesgrenzen eine optimale Bereicherung.
20 Jahre nach dem Verbot der Käfighaltung Ein Lob auf das Huhn kam abschliessend seitens des Kantonstierarztes Thomas Giger, der die Grüsse der St. Galler Regierung überbrachte. Das Geflügel habe in seinem 20-jährigen Wirken viel gewonnen. Gerade zu Beginn seines Wirkens sei das Verbot der Käfighaltung gekommen, wo die Schweiz eine Vorbildhaltung zu Europa eingenommen habe. Seither hätten die Tiere ein deutlich schöneres Leben. Giger erinnerte weiter an die Vogelgrippe im 2006, wo alle Hühner unter Dach befohlen worden seien. Allerdings sei diese dann mit geringer Auswirkung vorbei gegangen.
Nach Giger ist die Geflügelzucht viel mehr als nur sinnvolle Freizeitbeschäftigung. Dahinter stehe die attraktive Förderung im Umgang mit Tieren. Den Züchtern und deren Organisationen seien wir zu Dank verpflichtet, ohne Tiere wären die Menschen nicht dort wo sie heute seien. Das Beste bei den Hühnern sei die Tatsache, dass sie gleich noch Eier legten. Hunde machten weit mehr Probleme.
Anschliessend ging es feierlich zur offiziellen Eröffnung der Ausstellung mit dem Durchschneiden des Bandes, ausgeführt von Melanie Schoch aus Weieren. Ihr Vater war massgeblich bei der Einrichtung der Halle beteiligt. Die Gäste erhielten sodann eine Führung durch die Ausstellung, allerdings verbunden mit lautstarkem Krähen der zahlreichen Hähne in der Halle.
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