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Die Stiftung Denk an mich ermöglicht „Spielplätze für alle“
Mit der besonderen Ausstattung, dass auch Behinderte zu möglichst allen Spielgeräten Zugang haben, konnte an zwei Spielpätzen eine schweizweite Errungenschaft umgesetzt werden.
Niklaus Jung
Am 22. Juni 2011 konnten in Wil unter der Leitung der Stadt Wil der erneuerte Spielplatz Stadtweiher und der umgebaute Spielplatz Gallusstrasse feierlich eröffnet werden. Dank der Unterstützung durch die Stiftung „Denk an mich“ und den Rotary Club Wil konnten beide Spielplätze behindertengerecht gestaltet werden. An der Eröffnung erinnerte Stadtrat Marcus Zunzer an die bereits im 2008 angelaufene Sanierung und Erweiterung der Wiler Quartierspielplätze. Ein kleines Fest zur Eröffnung sollte den Stellenwert der Spielplätze für die Stadt und die Quartiere betonen. Seitens des zuständigen Departemtentes Bau, Umwelt und Verkehr begleitete Max Forster die Einweihungsfeier.
Kinder mit einer Behinderung wollen spielen wie alle Kinder. Hindernisfreie Spielplätze fördern nicht nur ihren Spieltrieb, sondern auch ihre physischen und psychischen Fähigkeiten. Die Stiftung Denk an mich setzt sich deshalb dafür ein, dass Spielplätze auch für Menschen mit einer Behinderung zugänglich gemacht werden.
Hindernisfrei ist Voraussetzung Damit alle die Spielplätze erreichen können, ist der Zugang dazu und zu den einzelnen Spielgeräten hindernisfrei. Das erleichtert auch Personen mit einem Kinderwagen oder älteren Menschen mit Gehhilfen den Durchgang, so dass sie ihre Kinder oder Enkelkinder mühelos zum Spielplatz begleiten können.
Bei der Auswahl der Spielgerätewahl wurde darauf geachtet, dass ein breites Angebot den unterschiedlichen Bedürfnissen von spielenden Kindern entgegenkommt. Die Geräte bieten multifunktionale Spielmöglichkeiten und können auch von Kindern mit eingeschränkten motorischen Fähigkeiten genutzt werden, damit sie zusammen mit ihren Geschwistern und Freunden spielen können.
Integration auf Spielplätzen „Mit unserem Vorhaben wollen wir zur Integration von Menschen mit einer Behinderung im Alltag beitragen, also zur gleichberechtigten Teilnahme am gesellschaftlichen Leben auch auf Spielplätzen“, sagt Catharina de Carvalho, Geschäftsführerin der Stiftung Denk an mich, an der Eröffnungsfeier in Wil. „Auf einem Spielplatz entwickelt sich das Sozialverhalten, was eine wichtige Vorbereitung auf die Zukunft ist“, erklärt sie weiter.
Das Projekt soll schweizweit nachhaltig Beachtung finden und Entscheidungsträger motivieren, beim Bau von Spielplätzen immer an alle zu denken. Neben Wil wurden bisher auch in Unterwasser SG und Bischofszell TG „Spielplätze für alle“ eröffnet. Weitere behindertengerechte Spielplätze werden dieses Jahr noch in Bivio GR, Goldach SG und Lenk-Simmental Beumgesetzt. Bis 2014 sollen in der ganzen Schweiz „Spielplätze für alle“ entstehen.
Persönliches Engagement des Rotary-Club Richard Widmer, Mitglied des Rotary-Club gab sich erfreut über den nun gelungenen Aufbau der Spielplätze. Das persönliche Engament ihrer Mitglieder mit gut 23 Stunden und ihr Beitrag über 23‘500 habe das erwünschte Ziel erreicht. Ein schöner Spielplaz mit nachhaltiger Wirkung biete nun vielen Kinder, so nun auch Behinderten und Betagten Naherholung.
Der zuständige Stadtrat Marcus Zunzer gab sich erfreut über die positive Zusammenarbeit mit der Stiftung „Denk an mich“ und dem Rotary-Club Wil. Der Stadtrat habe schon vor einigen Jahren ein richtungsweisendes Spielplatzkonzept erarbeitet und im 2008 verabschiedet. Das Konzept stelle sicher, dass in jedem Quartier ein oder mehrere Spielplätze vorhanden seien. Ingesamt seien nun 8 von 13 Plätzen erneuert, die Restlichen folgten in den nächsten Jahren. Mit dem Beitrag des Rotary-Club habe sich nun eine erfreuliche Erweiterung ergeben, die beiden Spielplätze gemäss Vorgaben der Stiftung „Denk an mich“ für Behinderte besonders auszurüsten, indem die Spielgeräte für alle zugänglich seien.
Mit der Enthüllung der Tafel am Spielplatz Gallusstrasse erfolgte die offizielle Einweihung und Eröffnung. Die zahlreich anwesenden Jugendlichen konnten dem Wiler Geschichtenerzähler Oskar den Spielplatz buchstäblich erstürmen. Der nahe Kindergarten Lenzenbühl beteiligte sich mit gesanglichen Beiträgen.
Starke Partner für ein starkes Projekt Denk an mich konnte für ihr Projekt starke und kompetente Partner gewinnen: das Eidgenössische Büro für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen (EBGB),die Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) und die Schweizerische Fachstelle für behindertengerechtes Bauen.
Spielplatzplaner oder -eigentümer können bei der Stiftung Denk an mich ein Gesuch um finanzielle Unterstützung einreichen. Eine Beurteilungskommission mit Fachexperten prüft die Gesuchseingaben anhand von definierten Kriterien und formuliert eine Empfehlung an die Stiftung. Der Schwerpunkt der Beurteilung liegt auf den Basisanforderungen für hindernisfreie Spielplätze. Dazu bietet Denk an mich bei Bedarf eine kostenlose Beratung an.
Die Stiftung Denk an mich ist die Solidaritätsaktion von Schweizer Radio und Fernsehen. Seit 43 Jahren ermöglicht sie Ferien- und Freizeiterlebnisse für Menschen mit einer Behinderung sowie nachhaltige Integrationsprojekte. Als neuer Schwerpunkt ihres Engagements hilft die Stiftung in den nächsten Jahren ideell und finanziell mit, dass in der ganzen Schweiz „Spielplätze für alle“ entstehen.
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