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uzwil: 13.11.2011
Vielseitig und abwechslungsreich zeigte sich das anspruchsvolle Konzert der Jugendmusik Uzwil. Für einmal konnten sich die Perkussionisten in einer speziellen Komposition präsentieren.
Vielseitig und abwechslungsreich zeigte sich das anspruchsvolle Konzert der Jugendmusik Uzwil. Für einmal konnten sich die Perkussionisten in einer speziellen Komposition präsentieren.

Musik ist Trumpf
Mit einem tollen Konzert verwöhnte die Jugendmusik Uzwil unter der versierten Leitung von Dominik Wirth ihre Gäste am Unterhaltungsabend.
Vroni Krucker
Die etwa 60 Musikantinnen und Musikanten im Alter zwischen 11 und 22 Jahren zeigten eindrücklich, was für sie gilt: „Musik ist Trumpf“. Diesem intensiven Hobby widmen sie einen grossen Teil ihrer Freizeit. Durch das abwechslungsreiche Programm führten mit Witz und Humor Linus Bernhardsgrütter und Nicolas Kraft.

Vor Konzertbeginn erinnerte ein Videoclip an die Anlässe des vergangenen Jahres, das im Eidg. Musikfest in St. Gallen den Höhepunkt fand. Mit einem „sehr gut“ durften die jungen Musizierenden nach Uzwil heimkehren. Im Expertenbericht heisst es: „ein schönes Orchester, guter und erstaunlicher Klang, absolut konkurrenzfähig“, oder „tolles Jugendorchester, viel gute Arbeit, gute Balance“. Solche Aussagen sind wohl der schönste Lohn für das grosse Engagement und wurden am Samstagabend bestätigt. Der stolze Präsident Heinz Erismann dankte am Schluss allen, die in irgendeiner Weise zum Konzert und Wohl der JMU beigetragen haben. Einen speziellen Dank richtete er an die Arbeitgebervereinigung, welche es der JMU ermöglicht hatte, Occasions-Instrumente für die Perkussion zu erstehen.

Kameradschaft gross geschrieben
Nebst den zahlreichen grösseren und kleineren Auftritten erinnern sich die Jugendlichen, die sich musikalisch hohe Ziele stecken, gerne an spezielle Probenambiance im Weekend in St. Peterzell oder im Jugendmusiklager in Alpnach. Ein spezielles Vergnügen war mit Sicherheit der Besuch mit Auftritt bei der Euromaus in Rust, wie die tollen Fotos bestätigten. Mit den „Grossen“ gemessen haben sie sich zusätzlich am Kreismusiktag in Lenggenwil.

Der Drachen auf dem Pilatus
Was die jungen Leute zeigten, war absolut Spitze. Mit Power und Einfühlungsvermögen präsentierten sie die interessanten und abwechslungsreichen Kompositionen bestens vorbereitet. Beeindruckend war auch die lockere und fröhliche Stabführung des Leiters Dominik Wirth. Eröffnet wurde der Abend mit der stimmungsvollen „Fanfare“ von Satoshi Yagisawa (*1975). Es folgte mit „Pilatus“ von Steven Reinecke (*1970) die Sage um den Drachen auf dem Innerschweizer Berg, phantasievoll musikalisch umgesetzt und gespielt.

Für einmal Perkussion im Vordergrund
Nicht bildlich, aber klanglich stand für einmal die Perkussion im Vordergrund. Diese Rhythmik-Musikanten haben in jeden Auftritt eine sehr wichtige und anspruchsvolle Aufgabe, agieren aber meist versteckt im Hintergrund, wo man sie nur ab und zu hin und her spurten sieht, d.h. von Instrument zu Instrument. „In March for Percussion“ von David Mancini (*1952) konnte sie ihr Können einmal solistisch zeigen – super. Sie werden unterrichtet und betreut von Thomas Schnelli.

Verdi in concert
Speziell, weil von Franco Cesarini (*1961) für Blasmusik interessant und locker arrangiert, zeigten sich die Ausschnitte aus den Verdi Opern „Ernani“ und „Il Trovatore“, wobei im letzteren gar ein junger Schmied am Amboss mitwirkte. „Greek folk Song Suite“ von Cesarini basiert auf vier Volksliedern und –tänzen aus dem alten Griechenland und entführt Musiker und Publikum in das einzigartige Land von Sonne, Wein und Sirtaki.

Jugend im Anmarsch
Zu Beginn des zweiten Teils bewiesen die Nachwuchsformation und die Aspiranten, dass in ihnen bereits hörbare, sehr gute Ansätze zu Klassemusikern steckt. Unter der Leitung von Nicole Stobrawe zeigten sie ihr Taktgefühl mit Leuchtstäben und Klatschen. Dann spielten sie vier recht anspruchsvolle Kompositionen, auf die sie sich sehr solide vorbereitet hatten. Das Publikum freute sich riesig an den Darbietungen der jüngeren Garde.

Ohne Zugabe läuft gar nichts
Zum Schlusspurt spielten die engagierten Musizierenden mit „Brak the wave“ von Daniel Zeiter (*1978) und „musc4you“ von Gilbert Tinner (*1965) die beiden in St. Gallen vorgetragenen Unterhaltungsstücke - und man merkte gleich, dass diese Art Musik den jugen Menschen ganz besonders liegt. „Stockholm Waterfestival“ von Luigi di Ghisallo (*1938) führte zu den Stockholmer Wasserspielen und gab Einblick in die fröhliche Jahrmarktstimmung im Tivoli. Ohne Zugaben liess das begeisterte Publikum das Korps nicht abtreten. Es bot ganz zum Schluss und zum Plausch aller Anwesenden „Italo classics“ und ganz zum Schluss „Regimentskinder“zum Mitklatschen.

Ausbildung fordert Tribut
Das Mitmachen in der JMU erfordert viel Zeit und Engagement. Das lässt sich leider nicht immer mit der Aus- oder Weiterbildung kombinieren, und so mussten Laura Giger, Claudia Taverna, Corina Bruhin, Fritz Näf am Unterhaltungsabend Abschied nehmen. Bereits im Laufe des Jahre aufgehört hatten aus den gleichen Gründen Reto Brülisauer, Alexandra Hälg, Carole Brühwiler und Markus Erismann. Diese acht Musikantinnen und Musikanten haben zusammen während 64 Jahren in der JMU musiziert – super!

Mit Charme und Humor führten Linus Bernhardsgrütter und Nicolas Kraft durch den Abend.<br><br><br><br><br><br><br><br><br><br>
Mit Charme und Humor führten Linus Bernhardsgrütter und Nicolas Kraft durch den Abend.











Er hatte seine Mannschaft im Griff, versteht sie aber auch bestens - der engagierte Dirigent Dominik Wirth.<br><br><br><br><br><br><br><br><br><br>
Er hatte seine Mannschaft im Griff, versteht sie aber auch bestens - der engagierte Dirigent Dominik Wirth.











Zum vielseitigen Instrumentarium gehörte am Unterhaltungsabend nebst dem Kontrabass auch eine Harfe.<br><br><br><br><br><br><br><br><br><br>
Zum vielseitigen Instrumentarium gehörte am Unterhaltungsabend nebst dem Kontrabass auch eine Harfe.











Der junge Musikant ging gekonnt mit Hammer und Amboss um.<br><br><br><br><br><br><br><br><br><br>
Der junge Musikant ging gekonnt mit Hammer und Amboss um.











Verabschiedet wurden, von links: Laura Giger, Claudia Taverna, Corina Bruhin und Fritz Näf.
Verabschiedet wurden, von links: Laura Giger, Claudia Taverna, Corina Bruhin und Fritz Näf.

Ein sehr grosses Orchester füllte die Bühne im Uzwiler Gemeindesaal.
Ein sehr grosses Orchester füllte die Bühne im Uzwiler Gemeindesaal.

Alle Register sind sehr gut besetzt.
Alle Register sind sehr gut besetzt.

Es war ein zusätzliches Vergnügen, dem Dirigenten zuzusehen.
Es war ein zusätzliches Vergnügen, dem Dirigenten zuzusehen.

Zu Recht stolz auf die gezeigte Leistung.
Zu Recht stolz auf die gezeigte Leistung.

Klarinetten sind bei Damen und Herren beliebt...
Klarinetten sind bei Damen und Herren beliebt...

....Querflöten mehrheitlich bei den jungen Frauen.
....Querflöten mehrheitlich bei den jungen Frauen.

Eine tolle Leistung zeigten die Beginnerband und das Aspirantenkorps unter der Leitung von Nicole Strobrawe.
Eine tolle Leistung zeigten die Beginnerband und das Aspirantenkorps unter der Leitung von Nicole Strobrawe.

Der Nachwuchs lässt auf gute Musikanten in der Jugendmusik hoffen.
Der Nachwuchs lässt auf gute Musikanten in der Jugendmusik hoffen.