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Ironwoman gewinnt
Die Wiler Sportler 2011 sind gekürt.
Ueli Merz
In der Nacht des Wiler Sport sind die Wiler Sportler 2011 der Kategorien Einzelsportler, Nachwuchs und Mannschaft gekürt worden.
Der Stadtsaal ist wiederum bis auf den letzten Platz besetzt, obwohl die Tische enger gerückt sind für den grossen Ansturm an sportbegeisterten Teilnehmern. Die Moderatorin Christa Klein begrüsste den höchsten Wiler, Parlamentspräsident Erwin Schweizer, Stadtpräsident Bruno Gähwiler und die Sportministerin Marlis Angehrn, sowie viele weitere offizielle Gäste aus Politik und Sport.
Vorstellung der nominierten SportlerInnen Voraussetzung für eine Nomination ist die persönliche Teilnahme an diesem Abend. Mit Michael Soder hätten wir einen Olympiasieger gehabt, der leider nicht dabei sein konnte. So stellten sich die Nachwuchssportler, die Teams und die Elitesportler auf der Bühne mit einem kurzen Film auf der Leinwand vor, der ihr Trainingsumfeld zeigte und den Palmarès, die erreichten Erfolge. Die Stimmenabgabe der Besucher zählt neu nur noch zur Hälfte. Die Fachjury aus 12 Personen hat ihre Bewertung schon vorzeitig abgegeben. Die angereisten Fans der Sportler also haben mit dem neuen Wahlmodus weniger Einfluss als früher.
Nachwuchssportler Die Siegerin ist Rahel Aschwanden, die von ihrem Tischtennisclub Wil frenetisch gefeiert wurde. Sie ist Schweizermeisterin im Einzel, Doppel und Mixed-Doppel, erzielte bereits internationale Siege und ist im Nationalkader. Zweiter wird Christian Kopp vom RLZ Ostschweiz. Er ist Schweizermeister im Pferdebauschen und bereitet sich in Magglingen auf die Junioren-Weltmeisterschaft vor mit täglich 5 Stunden Training. Dominik Eberhard vom Bogenclub Thurland bleibt der dritte Platz. Er ist Junioren-Europameister nach den 5 Tage lang dauernden Wettkämpfen. Den sympathischen Junioren wird besonders viel Applaus für ihre Anstrengungen gezollt.
Mannschaften Sieger bei den Mannschaften sind die Geräteturner Schaukelring vom STV Wil. Das Interview von Christa Klein mit den Anschubsern sorgte für viele Lacher. Den zweiten Platz verdienten die teuflischen Baseballer der Mannschaft Wil Devils 1, die kürzlich in die Nationalliga 1 aufgestiegen sind. Weniger spektakulär ist der Sport der Frauen Staffelmannschaft 3 x 1000m, die Vize-Schweizermeister sind und bei ihrer Vorstellung den Spass an dieser Sportart zeigten. Die Bewertungen lagen sehr nahe beieinander.
Einzelsportler Mit dem Sieg beim WM Half Ironman in Clearwater und Zweite in Las Vegas ist Barbara Scherrer sehr erfolgreiche Profi Sportlerin und nimmt trotzdem bescheiden die Auszeichnung zur Wiler Sportlerin des Jahres 2011 entgegen. Den zweiten Platz nimmt Daniel Bösch ein. Er ist ein ganz böser im Sägemehlring mit dem Sieg am Unspunnenfest. Es braucht viel Sägemehl, um gross zu werden, meinte er. En Guete! Die Erfolge von Kunstturner Pablo Brägger sind schon längst bekannt als Schweizermeister. Als Mitglied des Nationalkaders freut er sich auf die Olympischen Spiele in London in diesem Jahr.
Sportfördererpreis Für seine Verdienste für den Wiler Sport wurde Peter A. Weibel speziell geehrt. Er gründete 1961 den Tischtennisclub TTC Wil, leitete ihn insgesamt 30 Jahre lang und hat für sein Engagement den Ehrenpräsident und Funktionärs-Ehrenorden erhalten. Er sei wie sein Vater, der dereinst im Sommer den Fussballclub und im Winter die Hockeymannschaft leitete, ein Macher, der sich an der Erfolgen seiner Zöglinge misst, die heute mit der Nachwuchssportlerin Rahel Schwanden immer noch andauern.
Grossmeister Prof. Jürg Ziegler präsentiert Martial Arts 1986 gründete Jürg Ziegler seine Kampfkunstschule in Wil. Seine Schüler präsentierten Trainingsübungen aus Shaolin Lohan Kung Fu, die den Körper stählen und abhärten. Mit Wing Chun wird die Schnelligkeit bei gleichzeitigem Angriff und Abwehr trainiert. Die Übungen mit dem Stock stammen aus der Kampfkunst Kombatan. Der päpstliche Verdienstorden "JerusalemPilger Kreuz" und der "Golden Kreuz Orden" vom Erzbischoff von Prag sind die jüngsten Auszeichnungen. Jürg Ziegler liess die Moderatorin Christa Klein kaum ausreden und meinte, wichtiger als die vielen Ehrungen sei ihm, was seine Schüler erreichen und er gab allen Besuchern sein Motto mit auf den Weg: Immer weitermachen!
Der Abend war lang, die Ehrungen noch in den Ohren. Fatlum Musliji zeigte sein Schweizer Talent auf der Bühne und dann ging's im Foyer des Stadtsaals los mit der AfterShow Party, die diesmal keinen DJ brauchte und die Nacht des Wiler Sports ausklingen liess.
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