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Zuzwil: 05.12.2012
Pfarrerin Greet Egli und Pfarrer Erwin Keller lassen sich das Suppenangebot ebenso schmecken. Rechts: Die angehenden Konformanden der Evangelischen Kirchgemeinde standen fürden Service zur Verfügung, links aussen Kurt Hanselmann, Präsident des Evangelischen Kirchkreises Zuzwil.
Pfarrerin Greet Egli und Pfarrer Erwin Keller lassen sich das Suppenangebot ebenso schmecken. Rechts: Die angehenden Konformanden der Evangelischen Kirchgemeinde standen fürden Service zur Verfügung, links aussen Kurt Hanselmann, Präsident des Evangelischen Kirchkreises Zuzwil.

Der adventliche Mensch ist kein Pessimist
Der ökumenische Gottesdienst galt der Rückbesinnung auf die wirkliche Bedeutung des Advents.
Niklaus Jung
Mit dem ökumenischen Gottesdienst zum ersten Advent begingen die beiden Landeskirchen Evangelisch- und Katholisch Zuzwil den ersten Adventssonntag, verbunden mit einem anschliessenden Suppentag. Pfarrer Erwin Keller und Pfarrerin Greet Egli gestalteten den Gottesdienst zum Thema: „Wir sind immer Advent“. Pfarrer Erwin Keller betonte, dass der adventliche Mensch aus dem Grund kein Pessimist sei, weil er nicht das Ende mit Schrecken, sondern die frohe Verheissung in den Vordergrund stelle.

Die Verbindung des ersten Advents mit einem Suppentag soll der Vorbereitung auf Weihnachten eine besondere Betonung geben, auch gesellschaftlich die geheimnisvolle Zeit anzugehen. Die angehenden Konfirmanden hatten sich bereit erklärt, die Bedienung der Gäste im Pfarreiheim zu übernehmen.

Der Erlös aus dem Suppentag gilt immer einem Hilfswerk. In diesem Jahr wird das Kinderheim LUKAS in Turda (Rumänien) unterstützt. Das Haus, im Frühjahr 2010 erstellt, blieb bis im Frühjahr 2012 leer, weil die lokale Stiftung „Sfantul Daniel“ vom Staat keine Gelder mehr bekam. Mit finanzieller Unterstützung soll nun die Aufnahme von Kindern vorangetrieben werden.

Adventsgedanke auf der Strecke geblieben
Pfarrerin Greet Egli berichtete über den Besuch der Nacht der Lichter in St.Gallen mit einem Teil ihrer KonfirmandInnen. Zusammen mit hunderten von andern Gottesdienstbesuchern hätten sie die Tradition miterlebt, ein Erlebnis, das unter die Haut gegangen sei.

Der Advent sei bekanntlich nicht für alle Menschen eine ruhige, besinnliche Zeit, weil dahinter immer viel Hektik liege mit Geschenken kaufen, Weihnachtsgebäck zubereiten und das Festmenü planen. Der eigentliche Adventsgedanke bleibe auf der Strecke. Die Zeit des Wartens, des Erwartens, die spannende, wohltuende und geheimnisvolle Atmosphäre könne nicht aufkommen. Das Warten auf Weihnachten sei keineswegs eine Geduldsprobe. Das freudige, kindliche Erwarten des „heiligen Abends“ habe eine total andere Dimension.

Advent als christliche Grundhaltung
Pfarrer Erwin Keller betonte in seinen Gedanken, dass wir aus der christlichen Grundhaltung heraus immer Advent lebten, im festen Glauben und Vertrauen, einem grossen Ziel, Christus dem Herrn entgegen zu gehen. Christus komme uns dazu immer auch entgegen. Dort wo diese adventliche Haltung lebendig sei, gebe es in allem Dunkel und jeder Not eine letzte Zuversicht.

Es gehöre nicht zur Botschaft Jesu, so Keller weiter, einmal auf dieser Welt eine heile Gesellschaft zu erreichen. Trotzdem sei der adventliche Mensch kein Pessimist, wie Jesus auch nicht als Unheilsprophet daher komme. In der Mitte des Evangeliums ständen nicht Bilder von den Schrecken des Endes, sondern die frohe Verheissung: „Dann wird man den Menschensohn mit grosser Macht und Herrlichkeit kommen sehen“. Was auch auf uns zukommen mag: „Christus ist am Kommen und Gott hält unser Leben, unsere Welt und ihre Geschichte in seinen Händen – Gottes Hände sind gütige und mächtige Hände“.

Suppentag für Begegnungen
Das nachfolgende Essen im Pfarreiheim galt der Begegnung unter den Pfarreiangehörigen. Nicht zuletzt konnten sich auch evangelische und katholische Christen für einmal am gleichen Tisch austauschen. Dank ansprechenden Kuchenspenden konnte auch ein feinst mundender Dessert angeboten werden.
Für die Unterstützung des rumänischen Kinderheims Lukas war das Kassieren eine wichtige Aufgabe.
Für die Unterstützung des rumänischen Kinderheims Lukas war das Kassieren eine wichtige Aufgabe.

Esther Kobelt kann die Suppenschüsseln füllen, nachdem erste Gäste bereits eingetroffen sind.
Esther Kobelt kann die Suppenschüsseln füllen, nachdem erste Gäste bereits eingetroffen sind.

Kirchenpräsident Marcel Alder und Toni Dörig der Kath. Kirchgemeinde sorgen für die Getränkeausgabe.
Kirchenpräsident Marcel Alder und Toni Dörig der Kath. Kirchgemeinde sorgen für die Getränkeausgabe.

Die ersten Gäste sind bereits bedient.
Die ersten Gäste sind bereits bedient.

Kirchenrätin Lea Flückiger (rechts) und Margrit Dörflinger bereiten das Desserbuffet vor.
Kirchenrätin Lea Flückiger (rechts) und Margrit Dörflinger bereiten das Desserbuffet vor.