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Oberuzwil : 01.02.2012
Ein Chor, jung und schräg, startet am 10. März in der Gerbi Oberuzwil mit dem ersten öffentlichen Auftritt.
Ein Chor, jung und schräg, startet am 10. März in der Gerbi Oberuzwil mit dem ersten öffentlichen Auftritt.

Ein Chor, für Jung, für Alt, für Jedermann
Ein junger Chor mit jungen Leuten startet in den ersten Märztagen mit einem öffentlichen Auftritt.
Bettina Bellmont
Am Samstag, 10. März, erobert ein junger Chor die Gerbi in Oberuzwil für sich. Für dieses Konzert mussten einige Hürden überwunden werden. In der leidenschaftlichen Musikerin Yasmin Stadler aus Jonschwil fand sich die musikalische Leiterin.

Ein Chor, jung und schräg
Was tun, wenn man Freude am Singen hat, aber weder Lust auf Gospel- oder Kirchenchor? Was, wenn man in der Gruppe singen, sich aber keinem Vorsingen eines Profi-Chores unterziehen möchte? Was tun, wenn man in der Region einfach keinen Chor nach seinen Vorstellungen findet? Ein Chor so jung und schräg wie seine Mitglieder, frei in der Liederwahl und vor allem ungezwungen.

Die Antwort ist simpel: Man gründet ihn selbst. Das dachten sich vergangenen Sommer auch die drei Oberuzwilerinnen Marika Gisler, Angelika Tannheimer und Stefanie Kurath. Ein halbes Jahr später steht bereits das erste grosse Konzert vor der Tür. Wir wagen einen Blick hinter die Vorbereitungskulissen, wo gerade emsig gewerkelt wird.

Nicht aufgeben
Aller Anfang war schwer. Nach den ersten enthusiastischen Proben drohte dem jungen Chor beinahe das Aus. Das als Bachelorarbeit geplante Projekt konnte nicht als ein solches realisiert werden. Für die beiden angehenden Lehrerinnen Angelika Tannheimer und Stefanie Kurath hätte es einen zu grossen Aufwand bedeutet, den Chor „nebenbei“ weiterzuleiten.

Doch die drei Gründerinnen sind sich heute noch einig: „Den Chor einfach aufzugeben, wäre schade gewesen“. Also musste eine Lösung her. Diese fand Marika Gisler in der leidenschaftlichen Musikerin Yasmin Stadler aus Jonschwil, welche die musikalische Leitung sogleich übernahm.

Mit Band proben
Wieder einmal ist Montagabend, etwas nach 20 Uhr. Auf der Empore der katholischen Kirche in Oberuzwil brennt Licht und wer genau hinhört, vernimmt ein E-Piano und Gesang. Viel Zeit für Einsingen oder Stimmübungen bleibt den 13 Mitgliedern des „Projektchors“ nicht, neue Lieder müssen eingeübt werden, ehe es am Samstag, 10. März, ernst wird.

Die Nervosität macht sich langsam aber sicher auch in der sonst so aufgestellten Runde bemerkbar. Bekanntere Lieder gehen schnell ins Ohr, an den Jazzstücken hapert es noch etwas, doch alle sind zuversichtlich, dass es spätestens klappt, wenn zum ersten Mal mit der Band und den Solisten geprobt wird. Perfektion sei zwar gut, Freude am Singen sei aber besser. Man wolle schliesslich nicht berühmt werden, sondern zeigen, was man bisher erreicht habe, erklärt Marika Gisler. „Das Konzert soll andere Singfreudige dazu ermuntern, bei uns mitzumachen.“ Interessierte sollen sich nicht scheuen, an den Proben vorbeizuschauen oder sich bei ihr zu melden.

In der Gerbi Oberuzwil
Das Repertoire des Chors birgt einige Überraschungen, die man so noch nie gehört hat. Wer sich selbst davon überzeugen möchte, hat am Samstag, 10. März, ab 19.30 Uhr in der Gerbi in Oberuzwil die beste Gelegenheit dazu. Der Eintritt ist frei, Beiträge in die Kollekte verdankt der Chor von Herzen.