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Wil: 28.05.2013
Kontinuität bei der Leitung der Volkshochschule: v.l. Die bisherige Leitung Gerhard und Susanne Kasper, Stiftungspräsident Bruno Gähwiler und die neue Leitung mit Daniel Schönenenberger und Carola Nadler.
Kontinuität bei der Leitung der Volkshochschule: v.l. Die bisherige Leitung Gerhard und Susanne Kasper, Stiftungspräsident Bruno Gähwiler und die neue Leitung mit Daniel Schönenenberger und Carola Nadler.

Wechsel bei der Leitung der Volkshochschule Wil
Die neue Leitung will verstärkt auch Themen für die junge Generation aufnehmen.
Niklaus Jung
Gerhard und Susanne Kasper wollen nach sechs Jahren die Leitung der Volkshochschule Wil (VHS) auf mitte Jahr an jüngere Hände übergeben. Stiftungspräsident Bruno Gähwiler stellte am Dienstag die neue Leitung mit Dani Schönenberger und Carola Nadler (Sekretariat) vor. Gähwiler lobte die umsichtige Leitung seitens des Ehepaars Kasper und sieht mit Dani Schönenberger den Wunschkandidaten gefunden.

Die Wiler Volkshochschule hat bereits eine lange Tradition hinter sich. Gegründet im 1954 wurde sie im 1968 zu einer Stiftung überführt. Die VHS bietet Bildungsangebote in Form von Vorträgen und Kursen an, welche zumeist in den Wintermonaten stattfinden.

Daniel Schönenberger, neuer Schulleiter
In seiner Vorstellung wies Daniel Schönenberger darauf hin, dass er von seiner Herkunft her als amtierender Schulrat gute Voraussetzungen mitbringe zur Leitung. Auch verfüge er über eine gute Vernetzung in der Stadt, die VHS in seinen Angeboten weiter zu entwickeln. Er will auch Anstrengungen unternehmen, die Vernetzung der lokalen Anbieter voran zu treiben. Im Programm sollen nicht allein hochstehende Referate und Kurse Platz haben, sondern auch praktische Angebote wie "Käseproduktion".

Bezüglich Sekretariatsführung sieht sich Carola Nadler gut vorbereitet, da sie an ihrem früheren Wohnort Uzwil das Sekretariat des Konzertzyklus geführt habe. Beruflich ist sie neben journalistischer Tätigkeit weiter als Musiklehrerin im Teilpensum aktiv.

Organisation nicht immer einfach
Gerhard Kasper wies auf seinen Einstieg und die Leitung bezugnehmend, darauf hin, dass die Bereitstellung von Kursen wiederkehrend ein Abtasten der Bedürfnisse seitens der möglichen Teilnehmer gewesen sei. Nur dank des städtischen Beitrages, jährlich sind es 30'000 Franken, sei überhaupt ein attraktives Programm möglich. Die Kurse seien zumeist nicht kostendeckend. Die Anbieter von Vorträgen und Kursen müssten sich auch auf die beschränkten Mittel einstellen.

Nach Stiftungspräsident Bruno Gähwiler steht die Vernetzung mit anderen Anbietern im Vordergrund, um Synergien nutzen zu können und ähnliche Angebote aus verschiedenen Lagern zu verhindern. Sie seien im Stiftungsrat zwar bereits gut vernetzt mit Mitgliedern aus dem Bildungszentrum und der Kantonsschule Wil. Das Bildungsangebot der VHS sei halt ein Markt wie anderes auch, die Qualität entscheide über den Erfolg bei der Durchführung. Bezüglich Teilnehmer ist eher die ältere Generation prägend und über 50% der Teilnehmer kommen von ausserhalb der Stadt Wil.

Vielfältiges Programm
Das neue Programm steht bereits mit Start am 1. Oktober mit dem Vortrag: "Christen im Orient unter islamischer Herrschaft - Zwischen Toleranz und Verfolgung". Neben 13 Vorträgen finden sich je drei Angebote für Persönlichkeitsbildung und Künstlerisches Gestalten. Mit sieben Angeboten nimmt das Thema Gesundheit einen hohen Stellenwert ein. Platz haben auch Sprachangebote und Exkursionen.