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Uzwil: 07.04.2014
Den glorreichen Schlusspunkt setzte Spielertrainer Nicky Bach. Einmal mehr bewies er Nervenstärke in seinem Männereinzel und siegte in drei Sätzen.
Den glorreichen Schlusspunkt setzte Spielertrainer Nicky Bach. Einmal mehr bewies er Nervenstärke in seinem Männereinzel und siegte in drei Sätzen.

Uzwil feiert frenetisch den Meistertitel
In seiner 48-jährigen Clubgeschichte konnte der BC Uzwil bisher alles gewinnen, einzig der Mannschafts-Meistertitel fehlte noch.
Matthias Zindel
Der Triumpf ist perfekt. Der Badmintonclub Uzwil gewinnt erstmals in der Vereinsgeschichte die NLA-Schweizermeisterschaft. Im Ostschweizer Finale setzt sich der Favorit souverän gegen St.Gallen-Appenzell mit 9:3 durch. Dies vor einer Rekordkulisse mit 700 Zuschauern.

Die Uzwiler liegen sich in den Armen. Mittendrin steht der Meisterpokal. Und dieser kommt nun erstmals nach Uzwil. Für den Traditionsverein rundet dieser Meistergewinn eine Erfolgsgeschichte ab, die in der Schweiz einmalig ist.

In seiner 48-jährigen Clubgeschichte konnte der BC Uzwil bisher alles gewinnen, einzig der prestigeträchtige Mannschafts-Meistertitel fehlte noch. Es brauchte insgesamt vier Anläufe (1982, 1992, 2009, 2014) bis die Uzwiler sich nun endlich auch in einem NLA-Finale durchsetzen konnten. Und sie taten dies in souveräner Manier.

Schlüsselspiel von Nicolas Blondel
Die Basis zum Meistertitel wurde bereits am Samstagabend im Hinspiel in St.Gallen gelegt. Dort avancierte der Uzwiler Nicolas Blondel zur grossen Figur. Als Ersatzspieler für den abwesenden Conrad Hückstädt rückte er kurzfristig im Männereinzel nach und landete eine faustdicke Überraschung. Er gewinnt gegen Christoph Heiniger.

Für die Uzwiler Psyche war das wohl der entscheidendste Sieg in diesem Playoff-Finale. Das Team wurde sichtlich vom enormen Favoritendruck befreit und behauptete ab diesem Zeitpunkt die Führung. Mit einem starken Auftritt im Mixeddoppel sicherten Tenzin Pelling und Iztok Utrosa letztlich den 5:3-Sieg für Uzwil. Damit wurde eine formidable Ausgangslage für das alles entscheidende Rückspiel geschaffen.

Meistertitel im Hexenkessel
Das entscheidende Rückscpiel fand am Sonntagnachmittag in der Breiti Oberuzwil statt, in der eigens eingerichteten Badminton-Arena. Der Lärmpegel war während den Matches dauerhaft hoch. Mit Instrumenten und Trommeln wurden die beiden Teams frenetisch von den 700 begeisterten Zuschauern angefeuert. Für Uzwil war die Strategie klar. Noch vier Siege brauchte es für den Meistertitel und diese sollten schnellstmöglich ins Trockene gebracht werden. Und die Uzwiler legten zügig los. Das Frauendoppel (Hantz/Pelling) und das Fraueneinzel (Hantz) wurden souverän gewonnen.

Zu Begeistern vermochte wiederum Routinier Conrad Hückstädt im Männereinzel. Mit seiner unspektakulären und geduldigen Spielweise trieb er seinen indonesischen Gegner zur Verzweiflung. Den glorreichen Schlusspunkt setzte Spielertrainer Nicky Bach. Einmal mehr bewies er Nervenstärke in seinem Männereinzel und siegte in drei Sätzen.

Begeisterung ohne Grenzen
Als Nicky Bach seinen ersten Matchball verwertete, stürmten Spieler und Fans innert Sekunden das Spielfeld. Die Begeisterung kannte ab nun keine Grenzen mehr. Minutenlang feierte das Publikum den neuen Meister mit Applaus und Standing Ovations.

Der Verein bedankte sich seinerseits mit Sekt für alle Zuschauer. Nach der Medaillenzeremonie wurde mit einem würdigen Rahmenprogramm bis in die Nacht gefeiert.
Als Nicky Bach seinen ersten Matchball verwertete, stürmten Spieler und Fans innert Sekunden das Spielfeld.
Als Nicky Bach seinen ersten Matchball verwertete, stürmten Spieler und Fans innert Sekunden das Spielfeld.