iwp logo infowilplus.ch  
Orte
Spezial
Wil: 29.04.2014
Dem Freundeskreis des Klosters gelang die Umsetzung eines zeitgemässen Klosterarchives, wo die Geschichte des Klosters sicher aufbewahrt werden kann.
Dem Freundeskreis des Klosters gelang die Umsetzung eines zeitgemässen Klosterarchives, wo die Geschichte des Klosters sicher aufbewahrt werden kann.

Eine grosse Zahl der über 300 Mitglieder wollte sich über die Jahresgeschäfte informieren lassen.
Eine grosse Zahl der über 300 Mitglieder wollte sich über die Jahresgeschäfte informieren lassen.

Ein zeitgemässes Klosterarchiv realisiert
Der Freundeskreis Kloster St.Katharina leistet einen wichtigen Beitrag, das Klosterleben in Wil zu stützen.
Niklaus Jung
An der Jahresversammlung des Freundeskreises Kloster St. Katharina Wil vom Samstag konnte die Präsidentin Susanne Kasper über die Fertigstellung des neu eingerichteten Klosterarchives berichten. Im Vorstand nimmt Claudia von Allmen-Ruisinger die Stelle des abtretenden Kassiers Robert Signer ein. Kräuterwissen vermittelte im Anschluss die Kirchberger Kräuterfrau Katharina Reichmuth.

60 Mitglieder des Freundeskreises fanden sich in der Aula des Kathi zur Jahresversammlung des Freundeskreises ein. Die über 300 Mitglieder des Vereins ermöglichen mit ihrem Jahresbeitrag auch grössere Projekte, wie das realisierte Klosterarchiv.

Ein Kreis von Menschen mit viel Sozialsinn
In ihrem Jahresbericht informierte die Präsidentin über den Verbleib der früheren Leiterin Sr. Thomas Krucker. Trotz ihres hohen Alters sei sie guter Verfassung und werde bei den Schwestern vom Heiligen Kreuz in Menzingen gut betreut. Sie erinnerte auch an das vielfältige Wirken der im abgelaufenen Jahr verstorbenen Sr. Ancilla, allein über 30 Jahre im Hausdienst des Klosters tätig.

Einen wichtigen Beitrag nannte Kasper den Einsatz der zahlreichen Helferinnen, notwendige Arbeiten im Kloster zu verrichten. Als Dankeschön seien sie im November zu einem Dessert eingeladen worden. Wenn im Westflügel des Klosters zwar nicht das erwünschte Sterbehospiz eingerichtet werden konnte, seien dafür nun zwei syrische Familien mit 12 Personen als Gäste einquartiert. Erfreulich ist nach Kasper auch die grosse Zahl Mitglieder des Freundeskreises, welche mit ihrem Beitrag die Umsetzung nachhaltiger Projekte ermöglichten.

Klosterarchiv steht
Die Realisierung eines zeitgemässen Klosterarchives ist abgeschlossen. Neben dem Aufbau der Räumlichkeiten galt es auch die Bücher und weitere Dokumente sorgfältig zu ordnen und für die Archivierung vorzubereiten. Mit der Jahresrechnung konnte der letzte Beitrag über 9'000 Franken gesprochen werden, womit das Projekt seinen Abschluss fand.

Unter dem Traktandum Jahresrechnung wurde eine weitere Rückstellung von 9'000 Franken vorgenommen, um Gelder für weitere Projekte bereit zu halten. Nach Information von Susanne Kasper steht aktuell zwar kein Projekt in Vorbereitung. Weil es aber zumeist um grössere Summen gehe, sei der schrittweise Aufbau einer Reserve wichtig.

Neue Kassierin gewählt
Die Versammlung musste den Rücktritt des Kassiers Robert Signer zur Kenntnis nehmen. Die Vorsitzende würdigte Signers Einsatz als vortrefflich. Seit der Gründung des Freundeskreises dabei, habe er nebst Kassieramt auch beim administrativen Aufbau tüchtig mitgeholfen. Mit Claudia von Allmen-Rusinger konnte passender Ersatz gefunden werden.

Einen herzlichen Dank richtete Priorin Sr. Simone Hofer an die Mitglieder des Freundeskreises für deren Beitrag und zahlreichen Hilfestellungen. Der vom Freundeskreis finanzierte Brunnen vor der Klosterpforte erinnere mit seinem Plätschern täglich an das grossartige Geschenk und die Verbundenheit mit dem Freundeskreis.

Die Kräuterwelt beflügelt
Im Anschluss an die Versammlung stellte Katharina Reichmuth, eine kompetente Kräuterfrau, ihr Kräuterwissen vor. Sie wies auf den hohen Stellenwert der Kräutersammlung im Kloster hin. Es seien ohnehin die Klöster gewesen, welche sich mit dem Anbau und der Pflege von Kräutern und deren Wirkstoffen befasst hätten. Den Einstieg ins Kräuterwissen habe sie auf Grund einer Stellenauschreibung für das Kloster St.Gallen geschafft, informierte Reichmuth zu ihrem Werdegang. Seit einem Jahr leiste sie nun auch im Wiler Klostergarten Einsatz.

Waren es die Kelten, welche als Urväter der Gärten gelten, seien es in jüngerer Zeit Ordensleute gewesen, welche die Gärten sozusagen wach geküsst hätten. Die erfolgreiche Gartenpflege habe eine enge Verbindung mit der Lebensweise der Ordensleute. Eine bekannte Adresse sei Hildegard von Bingen mit ihren zahlreichen Unterweisungen.

Mit zahlreichen Hinweisen über Kräuter und deren Anwendungen zur Gesundheitspflege informierte die Referentin abschliessend über die Herstellung von Kräuterseifen. Als kleines Geschenk durften die Anwesenden eine Kräuterseife in Empfang nehmen. Beim anschliessenden Apero konnten noch weitere Informationen abgeholt werden.
Susanne Kasper, Präsidentin des Freundeskreises, gab sich erfreut über die zahlreichen Helferinnen für Arbeiten im Kloster.<br><br><br><br><br><br><br><br><br><br>
Susanne Kasper, Präsidentin des Freundeskreises, gab sich erfreut über die zahlreichen Helferinnen für Arbeiten im Kloster.











Susanne Kasper (mitte) konnte über die Nachfolge beim Kassieramt informieren. Dem  scheidenden Kassier Robert Signer folgt Claudia von Allmen-Ruisinger (links).<br><br><br><br><br><br><br><br><br><br>
Susanne Kasper (mitte) konnte über die Nachfolge beim Kassieramt informieren. Dem scheidenden Kassier Robert Signer folgt Claudia von Allmen-Ruisinger (links).











Im Anschluss stellte die Kirchberger Kräuterfrau Katharina Reichmuth Kräuterwissen aus dem Kloster vor.<br><br><br><br><br><br><br><br><br><br>
Im Anschluss stellte die Kirchberger Kräuterfrau Katharina Reichmuth Kräuterwissen aus dem Kloster vor.











Der Klostergarten von St.Katharina zeigt sich in grosser Kräutervielfalt, im Bild Schwester Beata bei der Pflege.
Der Klostergarten von St.Katharina zeigt sich in grosser Kräutervielfalt, im Bild Schwester Beata bei der Pflege.

Kräuter und Gemüse prägen das Areal des Klostergarten.
Kräuter und Gemüse prägen das Areal des Klostergarten.

Eine Oase der Erholung, ein Einblick in die Klosterwege.
Eine Oase der Erholung, ein Einblick in die Klosterwege.

Die Anleitungen seitens Hildegard von Bingen, nehmen bei Katharina Reichmuth einen hohen Stellenwert ein.
Die Anleitungen seitens Hildegard von Bingen, nehmen bei Katharina Reichmuth einen hohen Stellenwert ein.