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Wil: 26.10.2015
Die beiden "Persönlich"-Teilnehmer, Daniela und Markus Merz. Manchmal war Lachen die beste Antwort.
Die beiden "Persönlich"-Teilnehmer, Daniela und Markus Merz. Manchmal war Lachen die beste Antwort.

Die Besucher hörten gespannt zu und stellten Fragen.
Die Besucher hörten gespannt zu und stellten Fragen.

Im Hof zu Wil: Persönliches aus dem Hause Merz
Das Ehepaar erzählte mit humorvollen Worten und Gesten von ihrer Jugendzeit, die problemlos verlaufen ist.
Franz Wismer
„Persönlich“ ist eine beliebte Reihe der Volkshochschule Wil. Eingeladen waren am Sonntagvormittag die beiden CEO´S, Daniela Merz und Markus Merz. Sie hat die Geschäftsleitung bei der Dock-Gruppe; er ist Direktor bei der KPD Wil. Leider konnte der dritte, Arthur Honegger, aus gesundheitlichen Gründen nicht kommen.

Rund 25 Personen fanden sich im Hof zu Wil ein, als Daniel Schönenberger den Anlass eröffnete.

Zwei "Hörnige" im Sternzeichen
Der Moderator Roland P. Poschung stellte die sehr persönlichen Fragen. So bemerkte er, dass er kürzlich beim Ehepaar Merz eingeladen war. Im Wohnzimmer hinge ein riesiger Fisch. Wie Markus Merz erzählte, war das ein grosser Kampf, bis er die Aesche im Wohnzimmer aufhängen durfte.

Helena Hohermuth las die beiden Horoskope von Daniela und Markus Merz, Steinbock und Widder, was auf beiden Seiten zu Ergänzungen und Präzisierungen führte. Um die beiden „hörnigen“ Eigenschaften etwas abzudämpfen argumentierte Markus Merz mit den Aszendenten - Waage und Wassermann.

Die Jugendzeit und die Familie
Das Ehepaar erzählte mit humorvollen Worten und Gesten von ihrer Jugendzeit, die problemlos verlaufen ist. Auf die Frage, wie sich sein Vater, alt Bundesrat Hansruedi Merz, in den Jahren verändert habe, meint Markus Merz: „ eigentlich kaum; erst als die Probleme mit dem Herzen auftraten.“ Fakt sei beispielsweise, dass die Familie pro forma gefragt wurde, ob er als Ständerat kandidieren könne. Die Kandidatur als Bundesrat erfuhr die Familie auf dem Rückweg aus dem nahen Ausland im Radio.

Es gäbe oft Missverständnisse über ihren Verwandtschaftsgrad von Dritten zur Familie ihres Ehemannes, erklärt Daniela Merz. Medien wüssten sogar, dass sie sich getrennt hätten und ähnlich Erfundenes. Über die Aufteilung der Haushaltarbeiten bestehen noch Unklarheiten; damit immerhin ein streitiger Punkt.

Die berufliche Tätigkeit
In den sieben Jahren im Gemeinderat, also in der Exekutive, habe sie sehr viel gelernt, versichert Daniela Merz mit Nachdruck. Auf die Frage des Moderators, ob es Probleme oder Schwierigkeiten bei der Arbeit gebe, antwortet Markus Merz mit einer Gegenfrage: „Gibt es eine Tätigkeit, die keine Probleme zeigt?“ Sein ihm eigener gewisser Zynismus werde nicht von allen Leuten oder Mitarbeitetenden verstanden. Deshalb übe er sich hier in Zurückhaltung. Er habe gelernt, dass ein Entscheid oder nur eine Antwort im Resultat unabsehbare Folgen haben kann.

In der Regel könne er mit seinen 750 Mitarbeitern besser, menschlicher umgehen, als wie es in der Öffentlichkeit ankommt. Feedbacks kommen heute häufiger als früher. Er gehe davon aus, dass sich die Gesellschaft gegen früher entwickelt hat.

Und der Glauben?
Gegen Ende des Anlasses fragt Roland Poschung, wie das mit der Beziehung zum Glauben sei. Markus Merz meint, er habe schon in der Bibel gelesen, aber er könne nicht so glauben, wie das sein Vater getan habe. Nämlich mit der Bibel und mit Goethes Faust in der Tasche. Während Daniela Merz eine engere Beziehung zum Glauben hat. Sie ist keine Kirchgängerin, glaubt aber an gewissen Geschichten in der Bibel und an eine höhere Instanz.

Markus Merz erzählt eine Anektode, wobei sich Daniela Merz an eine lustige Geschichte vor ihrer Hochzeit nicht erinnern will. Als passionierter Fischer wollte er bei einer Brücke über die Urnäsch bei Saisonbeginn das Wasser, das heisst die Wasserqualität überprüfen und sah nachdenklich in die Tiefe. Als er so auf der Brücke stand, kam unerwartet ein dunkles Auto langsam im Schritttempo auf die Brücke. Der Fahrer fragte sehr behutsam und präzise: „Geht es ihnen gut?“ Plötzlich wusste Markus Merz, dass er vom Beamten mit Funkgerät als Suizid-Kandidat eingestuft worden war. Er machte dem Polizisten ein Kompliment für das „schonende Anhalten“ und verschwieg wohlweislich, dass er der CEO von der KPD Wil war.
Beim anschliessenden Apèro konnten sich die Besucher rege austauschen.
Die Horoskope liessen manchen Zuhörer schmunzeln.<br>
Die Horoskope liessen manchen Zuhörer schmunzeln.


Moderator Roland Poschung:   Nicht immer waren seine Fragen einfach zu beantworten.
Moderator Roland Poschung: Nicht immer waren seine Fragen einfach zu beantworten.

Rege Diskussion beim Apèro.
Rege Diskussion beim Apèro.