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Sirnach: 10.01.2016
Gelöste Stimmung auf der Bühne nach in allen Teilen gelungener Premiere. Bis 19. März steht Sirnach während 24 Aufführungen im Operettenfieber.
Gelöste Stimmung auf der Bühne nach in allen Teilen gelungener Premiere. Bis 19. März steht Sirnach während 24 Aufführungen im Operettenfieber.

Prägende Gestalter der Operette (Bildmitte):  Musikdirektor Martin Baur, Regie Leopold Huber, Bühnenbildner Klaus Hellenstein und Kinsun Chan, Choreographie.
Prägende Gestalter der Operette (Bildmitte): Musikdirektor Martin Baur, Regie Leopold Huber, Bühnenbildner Klaus Hellenstein und Kinsun Chan, Choreographie.

Freudvoller Start der Sirnacher Operette
Die thurgauische Landgemeinde Sirnach überrascht wiederkehrend mit brillanten Operettenaufführungen, so nun auch mit "Maske in Blau".
Niklaus Jung
Die Sirnacher Operettensaison startete am Samstag mit der Premiere der diesjährigen Aufführung "Maske in Blau", einer mit viel Erotik und Temperament geprägten Vorstellung. Otto Noger, Präsident der Sirnacher Operette: "Heute ernten wir die Früchte der Arbeit". Sirnachs Gemeindepräsident erklärte Sirnach gleich zur Kulturhauptstadt. Noch warten weitere 23 Aufführungen darauf, interessierte Besucher mit freudvollen Szenen zu beglücken.

Die Sirnacher Operette durfte sich auch an der diesjährigen Premiere breiter Beachtung von Politik- und Kulturverantwortlichen aus den Kantonen St.Gallen und dem Thurgau erfreuen. Für die Schauspielerinnen und Schauspieler wie auch das Orchester endete eine lange und intensive Zeit der Vorbereitung.

Sirnach zur Kulturhauptstadt erklärt
Otto Noger, Präsident der Operette Sirnach, begrüsste die Gäste gleich im Sanremo Sirnach, dem Spielort der Operette. Mit den Hinweisen, dass die Aufführung mit viel Erotik und Temperament geprägt sei, machte er das Publikum schon einmal neugierig, was da kommen möge.

Noger mit Blick auf die lange Probenzeit: "Heute ernten wir die Früchte der langen Arbeit bei den Darstellern wie den Musizierenden. Es sei erwähnenswert, dass noch immer viel ehrenamtliche Arbeit geleistet werde. Hinter der Bühne und um den ganzen Anlass bedürfe es auch vieler Helfer. Er habe über die ganze Vorbereitungszeit bei den Aufführenden viel Begeisterung feststellen können.

Der Sirnacher Gemeindepräsident Kurt Baumann liess zum Auftakt der Premiere keine Zweifel über seine Begeisterung aufkommen. Er erklärte Seine Gemeinde gleich zur Kulturhauptstadt. In Sirnach seien viele Menschen im Kulturbereich aktiv, was dem Geist einer aktiven Gemeinde entspreche. Hier herrsche eine Tradition: "Leben für das Dorf".

Raymonds populärste Operette
"Maske in Blau", von Fred Raymond komponiert, gehört mit Abstand zu den populärsten Operetten. Er verstand es, eine freche Inszenierung zu gestalten, wo alles in Erscheinung tritt, was man sich wünschen kann: eine verschwenderische Fülle an Schlagern, Orchesterzauber, Tanz- und Ensembleszenen in Verbindung mit der bittersüssen Liebesgeschichte.

Die Aufführung zeigt prägende Höhepunkte, welche dem Publikum wohl noch länger in Erinnerung bleiben. Dazu gehören Ohrwürmer wie: "Schau einer schönen Frau nie zu tief in die Augen" oder "Am Rio Negro, da steht ein kleines vertrautes Haus". Das lange quälende Ringen von Armando Cellini um seine Evelyne Valera spricht Bücher. Ein Jahr lang auf die damals noch verhüllte argentinische Liebe wartend, lässt ihn kaum noch ruhen. Bis zuletzt muss er nach deren Rückkehr gegen seinen argentinischen Rivalen ankämpfen und glaubt zeitweise nicht mehr an sein Glück. Das grosse Glück lässt ihn aber nicht im Stich. Sein Rivale, von Evelyne brüsk abgewiesen, bleibt am grossen Kaktus hängend, keine Chance mehr.

Es geht um Spass und Sex
In seinen Überlegungen zur Aufführung weist Regieführer Leopold Huber auf den Charakter der Aufführung "Maske in Blau" hin. Sie habe einerseits die Elemente des Musikfilmes der 30er Jahre, weise aber auch auf den Schönwetterfilm hin, was damals durchaus neu war. Spielorte seien Sanremo wie auch St. Tropez gewesen, wo sich die unbeschwerte lebenslustige Vergnügungsgesellschaft in Grand Hotels und Meeresstränden lustig gemacht habe.

Raymond versteht es in seinen zahlreichen Werken, das Umschwärmen von Frauen, Liebe und Sex zu thematisieren. Von ihm kennt man auch den Schlager "Ich hab das Fräulein Helen baden sehn". Bei seinen Schlagern geht es schlicht um Spass, Sex und die Fähigkeit, nicht an den Tod zu denken, wie es Mickie Krause schrieb.

23 Aufführungen stehen noch bevor
Die Sirnacher Operette wird den Ort noch bis zum 19. März beflügeln. Es spricht für die Aufführung, wenn gleich drei Aufführungen für eine geschlossene Gesellschaft gebucht sind. Die Aufführungen finden jeweils Freitags, Samstags und Sonntags statt.
Armandos Geliebte Evelyne Valera mit ihrem begleitenden Edelmann Gonzala Majordomus.
Armandos Geliebte Evelyne Valera mit ihrem begleitenden Edelmann Gonzala Majordomus.

Glücklich zusammengefunden, Evelyne Valera und Armando Cellini.
Glücklich zusammengefunden, Evelyne Valera und Armando Cellini.

Musikdirektor Martin Baur zeigt sich erfreut nach gelungenem Auftritt.
Musikdirektor Martin Baur zeigt sich erfreut nach gelungenem Auftritt.

Regieführer Leopold Huber kann nach langen Wochen der Vorbereitung erstmals einen Abend im Saal geniessen.
Regieführer Leopold Huber kann nach langen Wochen der Vorbereitung erstmals einen Abend im Saal geniessen.

Maske in Blau lässt auch südamerikanische Stimmung einfliessen.
Maske in Blau lässt auch südamerikanische Stimmung einfliessen.

Spielerische Auftritte sind bereichernd für die Aufführung.
Spielerische Auftritte sind bereichernd für die Aufführung.

Der Sirnacher Gemeindepräsident Kurt Baumann mit Gattin sind hoch erfreut über den bevorstehenden Start der Sirnacher Operettensaison.
Der Sirnacher Gemeindepräsident Kurt Baumann mit Gattin sind hoch erfreut über den bevorstehenden Start der Sirnacher Operettensaison.

Die Operette zieht auch hohe St. Galler Prominenz an. Im Bild Stefan Kölliker (links) und Willi Haag mit ihren Partnerinnen.
Die Operette zieht auch hohe St. Galler Prominenz an. Im Bild Stefan Kölliker (links) und Willi Haag mit ihren Partnerinnen.

Sie durfte nicht fehlen, die Hinterthurgauer Ständerätin Brigitte Häberli.
Sie durfte nicht fehlen, die Hinterthurgauer Ständerätin Brigitte Häberli.

Die Sirnacher Aufführung interessiert auch den Wiler Präsident vom Musiktheater Eugen Weibel, im Bild mit Partnerin.
Die Sirnacher Aufführung interessiert auch den Wiler Präsident vom Musiktheater Eugen Weibel, im Bild mit Partnerin.

Nachbar-Gemeindepräsidnt Kurt Enderli mit Gattin interessierts.
Nachbar-Gemeindepräsidnt Kurt Enderli mit Gattin interessierts.

Stadtpräsidentin Susanne Hartmann und ihr Gatte Jörg Gillessen wollen den Erstauftritt der Operette nicht verpassen.
Stadtpräsidentin Susanne Hartmann und ihr Gatte Jörg Gillessen wollen den Erstauftritt der Operette nicht verpassen.

Unter den Gästen, St. Galler Regierungsrat Martin Klöti, im Gespräch mit Kurt Baumann.
Unter den Gästen, St. Galler Regierungsrat Martin Klöti, im Gespräch mit Kurt Baumann.

Der Rickenbacher Gemeindepräsident Ivan Knobel, ebenso mit von der Partie.
Der Rickenbacher Gemeindepräsident Ivan Knobel, ebenso mit von der Partie.