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Wil : 07.06.2016
Der kneipp-hof entwickelte sich in den letzten 128 Jahren von einer Wasserheilanstalt nach den Grundsätzen von Pfarrer Sebastian Kneipp zu einem modernen Rehazentrum mit Hotelambiente.<br>
Der kneipp-hof entwickelte sich in den letzten 128 Jahren von einer Wasserheilanstalt nach den Grundsätzen von Pfarrer Sebastian Kneipp zu einem modernen Rehazentrum mit Hotelambiente.


Im schmucken Speisesaal werden die Kur- und Therapie-Gäste mit kulinarischen Genüssen verwöhnt.<br>
Im schmucken Speisesaal werden die Kur- und Therapie-Gäste mit kulinarischen Genüssen verwöhnt.


Gesund werden – gesund bleiben
Eine Exkursion führte in den kneipp-hof Dussnang.
Ernst Inauen
Das Forum CVP 60plus bot die einmalige Gelegenheit, das bekannte Rehabilitationszentrum kneipp-hof in allen Bereichen kennen zu lernen.

Die Teilnehmenden an dem interessanten Ausflug ins REHA-Zentrum Dussnang zeigten sich nach dem Rundgang überrascht von der modernen Anlage und der bis ins Detail perfekten Organisation. Die stellvertretende Direktorin und Leiterin Pflege Sylvana Gläser wies in ihrem Eingangsreferat und beim anschliessenden Rundgang auf die Entwicklung des Unternehmens von der 1892 gegründeten Wasserheilanstalt bis zum heutigen Rehabilitationszentrum mit stilvollem Hotelambiente hin. Wie die Referentin erklärte, sind weitere Ausbauschritte in Planung, die über 60 zusätzliche Plätze ermöglichen.

Ein modernes Gesundheits-Unternehmen
Mehrmals wurden die Gebäulichkeiten saniert und erweitert. In den letzten Jahren erfolgten der Umbau des rollstuhlgängigen Haupteingangs, die Erweiterung der Physiotherapie-Räumlichkeiten, die Einführung eines Wundambulatoriums und der Bau eines neuen Therapiebades mit einem zugehörigen Wellnessbereich.

190 Mitarbeitende, davon 19 Auszubildende, betreuen in den verschiedenen Bereichen die Gäste, welche nach einer Operation oder schwerer Krankheit den Weg zurück in den Alltag suchen. Sie wohnen in den 154 hellen Einzelzimmern und werden durch ein fachlich ausgewiesenes Pflege- und Therapiepersonal individuell in die erhoffte Selbständigkeit zurückgeführt.

Umfassende Betreuung
Die Teilnehmenden des CVP 60plus-Anlasses wurden in drei Gruppen durch die Anlagen des kneipp-hofs geführt. Beim Rundgang bekamen sie einen umfassenden Einblick in das moderne REHA-Zentrum. 30 motivierte Mitarbeitende sind im Pflegebereich tätig, ebenso viele in den bestens ausgerüsteten Räumlichkeiten der Physiotherapie. Dort herrschte an den Geräten ein reges Treiben. Mit gezielten therapeutischen Massnahmen werden die Gehfähigkeit und die Beweglichkeit eines operierten Gelenkes gefördert.

In der Küche und im Service im freundlichen, hellen Speisesaal und im gemütlichen Restaurant sind weitere 40 Personen beschäftigt. Ein kompetentes Ärzteteam ist für die medizinischen Dienste verantwortlich. Eindrücklich auch die Arbeit in der Wäscherei, werden dort doch täglich rund 400 Kilo Wäsche und 130 Berufskleider gewaschen und gebügelt.

Oase des Wohlfühlens
Der kneipp-hof bietet genussvolle Stunden für alle Sinne. Im Kunstgang können Interessierte die Wandbilder mit der langen Geschichte des Kurzentrums bewundern. Der schöne Park oder der Kneippgarten mit Barfussweg und Pergola laden zum Verweilen und Geniessen ein.

Im neuen Therapiebad oder im Wellnessbereich kommen Körper, Seele und Geist auf ihre Rechnung. „Bei uns spielen Entspannung, und Wohlbefinden, Ruhe und Geborgenheit eine wichtige Rolle“, umschrieb die kompetente Führerin die Zielsetzung des kneipp-hofs. Ergänzend zu den Rehabilitations- und Kurprogrammen würden auch ambulante Therapien sowie erholsame Ferien angeboten, bemerkte sie.

Hohe Gästezufriedenheit
„Ein REHA-Aufenthalt im kneipp-hof ist in jeder Beziehung wirkungs- und genussvoll. Die intensive, persönliche Betreuung und die therapeutische Massnahmen, das feine Essen und das Hotel-Ambiente vermitteln eine Atmosphäre des Wohlbehagens. Dazu erfreut auch die wunderschöne Parkanlage mit ihrer bunten Blumenvielfalt“, schwärmte eine Teilnehmerin, welche kürzlich als Patientin im Haus war.

Zu dieser Einschätzung kamen beim Gesprächsaustausch während des grosszügigen Apéros, gestiftet vom Gastgeber, auch die anderen Besuchenden. Eine Umfrage beweist, dass dies auch bei den Kunden der Fall ist. Sie weist eine hohe Gästezufriedenheit von 97 % aus.

Dorfpfarrer als Initiant
Der Hinterthurgau scheint Ende des 19. Jahrhunderts eine innovative Region mit Gründungen von erfolgreichen Unternehmungen gewesen zu sein. In Bichelsee wurde auf Initiative von Pfarrer Traber 1899 die erste Raiffeisenbank der Schweiz eröffnet. Bereits 1888 liess Pfarrer Eugster in der Nachbargemeinde Dussnang eine neugotische Pfarrkirche und gleich daneben eine Wasserheilanstalt erbauen.

1898 erwarb der Benediktinerorden der Schwestern vom Heiligen Kreuz in Cham das Kurhaus. Die Schwestern führten es nach den Grundsätzen von Pfarrer Kneipp bis Ende des 20. Jahrhunderts, bevor es wegen Personalmangels in weltliche Hände ging. 2014 kaufte die internationale VAMED Gruppe das REHA-Zentrum. Sie besitzt seit 2012 bereits die Rehaklinik Zihlschlacht.

Sylvana Gläser, stellvertretende Direktorin.
Sylvana Gläser, stellvertretende Direktorin.

Fredy Rüegg, Organisator CVP 60plus.<br>
Fredy Rüegg, Organisator CVP 60plus.


Pfarrer Eugster, Gründer der Wasserheilanstalt.
Pfarrer Eugster, Gründer der Wasserheilanstalt.

Auch für Lesestoff ist gesorgt.
Auch für Lesestoff ist gesorgt.

Die Gastgeber offerierten einen reichhaltigen Apéro.
Die Gastgeber offerierten einen reichhaltigen Apéro.

Eine schöne Garten- und Parkanlage wertet den kneipp-hof auf und lädt zum Verweilen und Bewegen ein.<br>
Eine schöne Garten- und Parkanlage wertet den kneipp-hof auf und lädt zum Verweilen und Bewegen ein.


Aus der Küche kommen die Verwöhn-Menüs.
Aus der Küche kommen die Verwöhn-Menüs.

Die Gäste bewerten die Qualität der Mitarbeiter-Teams.
Die Gäste bewerten die Qualität der Mitarbeiter-Teams.

Die notwendigen Medikamente werden hergerichtet.
Die notwendigen Medikamente werden hergerichtet.

Die üblichen Einzelzimmer können mit einem Zusatzbett für Partner ausgerüstet werden.
Die üblichen Einzelzimmer können mit einem Zusatzbett für Partner ausgerüstet werden.

Die Kapelle kann für Besinnung und Ruhe benutzt werden.
Die Kapelle kann für Besinnung und Ruhe benutzt werden.

Das Therapiebad steht auch externen Gruppen zur Verfügung.
Das Therapiebad steht auch externen Gruppen zur Verfügung.

Fredy Rüegg verdankte den Einsatz der Führerinnen.
Fredy Rüegg verdankte den Einsatz der Führerinnen.

Den Apéro nutzten die Teilnehmenden für einen regen Austausch.
Den Apéro nutzten die Teilnehmenden für einen regen Austausch.