iwp logo infowilplus.ch  
Orte
Spezial
Wil: 07.02.2016
Hunderte von Ballonen waren vom Stadtsaal in einer "Ballonprozession" durch die obere Bahnhofststrasse in die Kirche getragen worden, wo sie das Gotteshaus fröhlich-bunt schmückten.<br>
Hunderte von Ballonen waren vom Stadtsaal in einer "Ballonprozession" durch die obere Bahnhofststrasse in die Kirche getragen worden, wo sie das Gotteshaus fröhlich-bunt schmückten.


Leichtigkeit und Lebensfreude
In der Wiler Stadtkirche war Platz für grosse und kleine Narren.
Vroni Krucker
Zu den fetzigen Klängen der Fanfaren zogen Priester und Minis in das Gotteshaus ein, begleitet von Klatschen der Besucher im voll besetzten Gotteshaus.

Der Fasnachtsgottesdienst in der Wiler Stadtkirche St. Nikolaus gestaltete sich zu einer fröhlichen Feierstunde. Stadtpfarrer Roman Giger verstand es einmal mehr, den Anwesenden das Glück des Glaubens und die von Gott geschenkten Lebensfreude mit Herzlichkeit zu vermitteln.

Einen besonderen Willkommgruss entbot er dem Prinzenpaar Angela I. und Michael I., dem Hofnarr Lukas Reimann, dem Herold Michael Sarbach, den Mitglieder des Komitees, den Musikantinnen und Musikanten sowie allen frohgelaunten Gläubigen.

Leichtigkeit spüren
„Die Fasnacht ist eine Zeit, um die Leichtigkeit des Lebens zu spüren“ meinte Roman Giger zu Beginn. Was Leichtigkeit bedeutet, zeigte er anhand einer Hummel. Sie wiegt 4,9 g, die Flügel sind 12,4 cm2 gross. Nach dem Gesetzt der Aerodynamik kann die Hummel gar nicht fliegen – aber sie weiss das nicht und fliegt trotzdem.

Jubeljahr
Wil feiert 2016 Jubiläen: 600 Jahre Agatha, 2. Stadtheilige und 800 Jahre Dominikus, zu dessen Orden auch die Schwestern von St. Katharina gehören, die viel für die Gemeinschaft wirken. In den Seligpreisungen spreche auch die Bibel von Heiligen, betonte der Priester.

Seligpreisungen für die Fasnacht
Der Hofnarr zeigte, dass es auch für die Fasnacht Seligpreisungen gibt, zum Beispiel: Selig sind die Humorvollen, die über sich selbst lachen können; selig sind jene die kleine Dinge ernst nehmen und ernste mit Gelassenheit; selig sind jene, die denken bevor sie handeln; selig sind jene, die den Herrn in allen Wesen erkennen und Liebe und Freude ausstrahlen.

Fünf Heilige in Versform geehrte
Das Leben der fünf Stadtheiligen Nikolaus, Agatha, Pankratius, Franziskus und Antonius den Gläubigen auf so beeindruckende Art in Mundart-Versen nahe zu bringen, gelang der Stadtpfarrer ausgezeichnet. Klar, dass auch hier der Humor nicht fehlte.

Nach jedem Vers sangen die Gläubigen den Refrain: „ Wenn wüsse wötsch was wichtig isch, was würkli öppis bringt. Lueg uf und denk a all die Lüt, wo scho im Himmel sind. Die Heiligä – sie zeiget üs dä Wäg dur üsi Walt, und plötzlich merksch au du villicht, s’git meh als Macht und Gäld“ (nach der Melodie vom „Guggerzytli“).

Fröhliche Musik
Die Organistin Marie-Louise Eberhard trug wesentlich zur fröhlichen Stimmung im Gottesdienst bei. Sie fand genau die richtigen Werke, unter anderem ein Wiener Walzer, bei dem der Pfarrer – zur grossen Freude der Anwesenden - spontan mit Prinzessin Angela ein kurzes Tänzchen wagte. Volksmusik und fröhliche Lieder für die Gläubigen fanden grossen Anklang, reizten zum Klatschen und Mitsimmen und zeigten den grossen Einfluss der Musik auf jeden Anlass.

Dankbarkeit
Der Herold richtete Wünsche an Gott für die verschiedenen, immens engagierten Akteure, denen die Wiler jedes Jahr eine tolle Fasnacht verdanken, vom Prinzenpaar bis zur Putzmannschaft. Danken dürfe man nie vergessen, denn: „Danke isch da wa zellt“.

Auch der Stadtpfarrer dankte mit herzlichen Worten allen, die zum herzerfrischenden Gottesdienst beigetragen haben, vor allem aber dem Hergott, in dessen offenen Armen man so schön feiern kann.

Passend zum farbenfrohen Anlass gehörte die Kollekte den Spitalclowns, die bei kranken Kindern viel Freude verbreiten und die Krankheit für kurze Zeit vergessen lassen.

So unbeschwerte und doch tiefsinnige Gottesdienste sind Balsam für die Seelen der Gläubigen, ein heilendes "Pflästerli" für alle Mühseligkeiten im Alltag.

Mit Fanfaren wird der Stadtpfarrer in die Kirche begleitet.<br>
Mit Fanfaren wird der Stadtpfarrer in die Kirche begleitet.


Die spürbare Glaubens- und Lebensfreude von Roman Giger ist ansteckend.<br>
Die spürbare Glaubens- und Lebensfreude von Roman Giger ist ansteckend.


Hofnarr Lukas Reimann brachte "Fasnächtler-Fürbitten" vor Gott.<br>
Hofnarr Lukas Reimann brachte "Fasnächtler-Fürbitten" vor Gott.


Der Herold Michael Salbach machte sich stark fürs danken.
Der Herold Michael Salbach machte sich stark fürs danken.

Der Pfarrer, Prinz Michael und Prinzessin Angela sprachen die Fürbitten.
Der Pfarrer, Prinz Michael und Prinzessin Angela sprachen die Fürbitten.

Schon vor der Kirche begrüssten Clowns die Gäste mit einem "Schöggeli".
Schon vor der Kirche begrüssten Clowns die Gäste mit einem "Schöggeli".

Auch den Altar schmückten bunte Ballone.
Auch den Altar schmückten bunte Ballone.

Klar, dass grosse und kleine Wiler Tüüfel nicht fehlen durften....
Klar, dass grosse und kleine Wiler Tüüfel nicht fehlen durften....

....aber auch Clowns und Katzen feierten mit.
....aber auch Clowns und Katzen feierten mit.

Fasnächtlich-fröhlicher Chorraum.
Fasnächtlich-fröhlicher Chorraum.

Ein spontanes Tänzchen von Priester und Prinzessin zu Wiener Walzerklängen.
Ein spontanes Tänzchen von Priester und Prinzessin zu Wiener Walzerklängen.

Mit weit ausgebreiteten Armen bat der Priester um den Segen für die Gläubigen....
Mit weit ausgebreiteten Armen bat der Priester um den Segen für die Gläubigen....

....bevor die Feierstunde mit einem rhythmischem Auszug endete.
....bevor die Feierstunde mit einem rhythmischem Auszug endete.