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Wil: 02.05.2017
Der Ehemaligen-Chor des Kathi unter der Leitung von Lucius Notter eröffnete die Jubiläumsversammlung des Freundeskreis Kloster St. Katharina.
Der Ehemaligen-Chor des Kathi unter der Leitung von Lucius Notter eröffnete die Jubiläumsversammlung des Freundeskreis Kloster St. Katharina.

Ein Freundeskreis mit hoher Tragkraft
Das Klosterleben im St. Katharina, eine Jahrhundert prägende Institution, kann mit dem Freundeskreis die spirituelle Aktualität in der Öffentlichkeit aufrecht halten.
Niklaus Jung
Das 10-jährige Bestehen des Freundeskreises Kloster St. Katharina ist nicht allein für die Schwestern des Wiler Klosters von Bedeutung. Die über 300 Mitglieder lassen die Menschen von Stadt und Region um die Bedeutung des Klosters wissen. An der Mitgliederversammlung vom Samstag fand insbesondere die tragende Kraft des Vereins und den vielen Helfern und Helferinnen für die Schwestern Betonung.

Das 400-Jahr-Jubiläum des Klosters St. Katharina mit der immer kleiner werdenden Schar Schwestern sollte wirksame Unterstützung erhalten, um das Kloster in seiner Wirkkraft erhalten zu können. Am 23. November werden es 10 Jahre sein, seit eine Gruppe interessierter Menschen den Freundeskreis Kloster St. Katharina gründeten. Die frühere Stadträtin Susanne Kasper stellte sich als erste Präsidentin zur Verfügung und hielt auch während acht Jahren an der Leitung fest. An der Jubiläumsversammlung vom Samstag war es an der amtierenden Präsidentin Esther Spinas, auch auf die vergangenen Zeiten Rückschau zu halten.

Die Klosterschule (Kathi) am Jubiläum dabei
Die Jubiläumsveranstaltung sorgte mit dem Auftritt des Ehemaligen-Chors des Kathi vielleicht sogar ungeplant für einen Hinweis, dass die Führung der Mädchenschule über viele Jahrzehnte Hauptaufgabe der Schwestern war. Lucius Notter hatte mit den 21 Frauen, alles Ehemalige an der Klosterschule, zahlreiche Gesangsauftritte vorbereitet.

Die zahlreich anwesenden Mitglieder erhielten über die vom Vorstandsmitglied Irène Klein aufgebaute Bildpräsentation eindrückliche Einblicke in die Aktivitäten über das vergangene Jahrzehnt. Erstaunliches zeigte sich weiter, wie viele Frauen und Männer sich bei den Tagesarbeiten im Kloster unterstützend behilflich zeigen. Bekanntlich wurden die Klosterräumlichkeiten vor wenigen Jahren für die Schwestern auf den aktuellen Stand gebracht und auch behindertengerecht ausgebaut. Damit die Geschichte des Klosters in Wort und Bild gesichert bleibt, wurden die vielen Schriften neu dokumentiert und in gesicherten Schränken untergebracht.

Im 2016 ein weiteres Jubiläum gefeiert
War es vor 10 Jahren die Feier von 400 Jahre Kloster St. Katharina, konnte im abgelaufenen Jahr das 800-Jahr-Jubiläum des Dominikanerordens gefeiert werden. Die Präsidentin Esther Spinas erinnerte in ihrem Jahresbericht an das gross angelegte Stationentheater zum Jubiläum, das unter dem Titel "Kloster zu verschenken" eindrückliche Situationen der Klöster aufzeigte.

Seitens des Freundeskreises wird an den Anlässen des Klosters rege Anteil genommen. Dazu gehörten das Dominikusfest anfangs August, die Kräutersegnung und das Adventskonzert in den ersten Dezembertagen. Als besonderer Anlass wurde die Arbeit der zahlreichen Helferinnen und Helfer in den letzten Novembertagen mit einem ansprechenden Dessertbuffet gefeiert. Das uneigennützige Wirken des Freundeskreises findet offensichtlich breite Unterstützung, wenn über 300 Mitglieder, von Einzelpersonen über Ehepaare bis zu Firmen mit ihrem Beitrag dabei sind.

Zur Würdigung der grossen Aufgabe der Schwestern
Es war der Gründungspräsidentin Susanne Kasper vergönnt, noch einmal auf die Gründungszeit und den damaligen Entschluss hinzuweisen. Offensichtlich habe das Jubiläum 400 Jahre Kloster St. Katharina den Anstoss gegeben, dieses Jubiiläum nicht einfach ohne nachhaltige Wirkung verklingen zu lassen. Eindrückliche Wirkung hatte nach Susanne Kasper das gewählte Motto "Gerufen, Getragen, Geführt", das die vielen Menschen zum Tag der Offenen Türe ins Kloster geführt habe, wo sich Einblicke ins spirituelle Leben der Schwestern ergaben. Nicht zuletzt seien auch die langen Jahre der Schulführung durch die Schwestern ein Thema gewesen.

Die freundschaftliche Aufnahme zum Jubiläum sollte weitergehen, so der Wunsch der direkt betroffenen Schwestern. Mit der Gründung des Freundeskreises sei das damalige OK dem Wunsch der Schwestern nachgekommen. Susanne Kasper wünschte abschliessend, dass sich dieser Freundeskreis weiterhin aufbauend entwickeln könne.

Der nachfolgende Rundgang durch die Räumlichkeiten des Klosters gaben den Mitgliedern des Freundeskreises Bestätigung, dass es sich weiterhin lohnt, sich für den wirksamen Erhalt des Klosters einzusetzen. Freundschaftlich schloss die Jubiläumsversammlung mit dem von den Schwestern vorbereiteten Apéro-riche.
Präsidentin Esther Spinas: "Die über 300 Mitglieder des Freundeskreises bestätigen die breit abgestützte Verbundenheit mit dem Kloster".
Präsidentin Esther Spinas: "Die über 300 Mitglieder des Freundeskreises bestätigen die breit abgestützte Verbundenheit mit dem Kloster".

Gründungspräsidentin Susanne Kasper: "Es war das Jubeljahr 400 Jahre Kloster St. Katharina im 2007 mit der Gründung des Freundeskreises als Geschenk an die Klosterfrauen".
Gründungspräsidentin Susanne Kasper: "Es war das Jubeljahr 400 Jahre Kloster St. Katharina im 2007 mit der Gründung des Freundeskreises als Geschenk an die Klosterfrauen".

Priorin Simone Hofer geniesst breite Unterstützung seitens des Freundeskreises. Im Bild mit der Gründungspräsidentin Susanne Kasper (rechts) und der amtierenden Präsidentin Esther Spinas.
Priorin Simone Hofer geniesst breite Unterstützung seitens des Freundeskreises. Im Bild mit der Gründungspräsidentin Susanne Kasper (rechts) und der amtierenden Präsidentin Esther Spinas.

Der Rundgang im Anschluss führte durch die sonst nicht zugänglichen Räume der Klosterfrauen. Im Bild der attraktiv erneuerte Ziehbrunnen im Klostergarten.
Der Rundgang im Anschluss führte durch die sonst nicht zugänglichen Räume der Klosterfrauen. Im Bild der attraktiv erneuerte Ziehbrunnen im Klostergarten.

Viele Helferinnen begleiten das ganze Jahr über die Klosterfrauen bei allen anfallenden Arbeiten.
Viele Helferinnen begleiten das ganze Jahr über die Klosterfrauen bei allen anfallenden Arbeiten.

Die Schwestern des Klosters sind bei allen Anlässen immer mit Interesse dabei.
Die Schwestern des Klosters sind bei allen Anlässen immer mit Interesse dabei.

Lucius Notter, Lehrer am Kathi, hatte mit dem Ehemaligen-Chor zahlreiche Auftritte vorbereitet.
Lucius Notter, Lehrer am Kathi, hatte mit dem Ehemaligen-Chor zahlreiche Auftritte vorbereitet.

Bis zu den letzten Auftritten des Chors zog Notter alle Register an seinem Keyboard, um den Anlass schwungvoll beenden zu können.
Bis zu den letzten Auftritten des Chors zog Notter alle Register an seinem Keyboard, um den Anlass schwungvoll beenden zu können.

Der Rundgang durch das Kloster führte auch zum neu erstellten Archiv, wo die Schriften für den täglichen Gebrauch gelagert sind.
Der Rundgang durch das Kloster führte auch zum neu erstellten Archiv, wo die Schriften für den täglichen Gebrauch gelagert sind.

Noch immer bestens funktioniert die Kräuterküche des Kloster. Schwester Paula informierte die Anwesenden über die Kräuterkunst.
Noch immer bestens funktioniert die Kräuterküche des Kloster. Schwester Paula informierte die Anwesenden über die Kräuterkunst.

Esther Spinas informierte über die aufgelegten sehr alten Schriften in den Korridoren.
Esther Spinas informierte über die aufgelegten sehr alten Schriften in den Korridoren.

Zum Abschluss der Jubiläumsveranstaltung waren die Gäste zum Apéro-riche geladen, eine spezielle Einladung des Klosters.
Zum Abschluss der Jubiläumsveranstaltung waren die Gäste zum Apéro-riche geladen, eine spezielle Einladung des Klosters.