iwp logo infowilplus.ch  
Orte
Spezial
Wil/Region: 15.09.2017
Per Dezember 2018 wird in der Ostschweiz die erste Teilergänzung des Angebotskonzepts Ost der SBB eingeführt. Zwischen Zürich, Winterthur und St.Gallen verkehren ab diesem Zeitpunkt bis zu vier Züge des Fernverkehrs je Stunde und Richtung. Diese Änderung hat auch Auswirkungen auf den Regionalverkehr.
Per Dezember 2018 wird in der Ostschweiz die erste Teilergänzung des Angebotskonzepts Ost der SBB eingeführt. Zwischen Zürich, Winterthur und St.Gallen verkehren ab diesem Zeitpunkt bis zu vier Züge des Fernverkehrs je Stunde und Richtung. Diese Änderung hat auch Auswirkungen auf den Regionalverkehr.

Änderungen des Busangebots in Wil und im Fürstenland
Mehrere Anpassungen auf den Fahrplan 2019 stehen bevor.
pd/sk
Der Kanton St.Gallen veröffentlicht die auf den Fahrplan 2019 angedachten Änderungen des Busangebots im Fürstenland und in der Stadt Wil. Auslöser für die Neuplanung ist der geänderte Bahnfahrplan ab Dezember 2018.

Per Dezember 2018 wird in der Ostschweiz die erste Teilergänzung des Angebotskonzepts Ost der SBB eingeführt. Zwischen Zürich, Winterthur und St.Gallen verkehren ab diesem Zeitpunkt bis zu vier Züge des Fernverkehrs je Stunde und Richtung. Diese Änderung hat auch Auswirkungen auf den Regionalverkehr. So verkehrt die S1 zwischen Wil und St.Gallen gegenüber dem heutigen Fahrplan um 15 Minuten versetzt. Diese Anpassung war vom Kanton St.Gallen und den Gemeinden der Region Fürstenland/Wil nicht gewünscht worden, da sie zum teilweisen Zerfall des öV-Knotens Wil führt.

Angebotsqualität nicht mehr haltbar
Mit der Neuplanung des Busnetzes wurde versucht, die negativen Auswirkungen des geänderten Bahnfahrplanes gering zu halten und ein Optimum aus den vorhanden finanziellen Mitteln herauszuholen. Die Planung erfolgte dabei in enger Abstimmung zwischen dem Kanton St.Gallen, den betroffenen Gemeinden und den beteiligten Transportunternehmen.

Die heutige Angebotsqualität kann trotz finanziellem Mehraufwand aber nicht gehalten werden. Verbesserungen werden vor allem auf kurzen, regionalen Verbindungen erzielt. Daneben profitieren die Gemeinden Uzwil und Flawil von guten Bahnknoten und dem neuen Buskonzept. Im Folgenden sind die wichtigsten Änderungen des Busangebots aufgeführt.

Stadtbuslinien 701 - 704
Die Linien werden von Montag-Freitag tagsüber auf den durchgehenden Viertelstundentakt ausgebaut. Damit können am Bahnhof Wil alle Anschlüsse gewährleistet werden. Die Angebotsausdünnungen am Samstag (Halbstundentakt) und Sonntag (Stundentakt) bleiben bestehen.

Linie 705 (Wil Bhf - Himmelrich)
Die Linie 705 wird um 15 Minuten zur Linie 706 versetzt. Damit kann zwischen der Haltestelle Bronschhofen Gemeindehaus und dem Bahnhof Wil ein Viertelstundentakt angeboten werden.

Überlandlinien 706, 722, 733
Das heutige Mengengerüst wird belassen. Für die Linien 706 und 722 verschlechtern sich die Anschlüsse von/nach St.Gallen. Zudem werden Massnahmen für eine bessere Fahrplanstabilität umgesetzt.

Linien 724 (Wil-Zuckenriet-Niederbüren), 725 (Wil-Niederhelfenschwil)
Die neue Linie 724 verkehrt von Montag bis Freitag tagsüber im Stundentakt auf der Strecke Wil-Stadtmarkt-Züberwangen-Zuzwil-Zuckenriet. Während den Hauptverkehrszeiten wird die Linie bis nach Niederbüren verlängert. Die Linie 725 überlagert die Linie 724 und bietet zwischen Wil und Zuckenriet/Niederhelfenschwil einen Halbstundentakt.

Linie 726 (Wil-Zuzwil-Uzwil)
Die Linie 726 wird um 15 Minuten gedreht und bedient in Wil den 15/45 Knoten mit guten Anschlüssen auf die S-Bahnen. Neu wird anstatt des Stadtmarktes die Route über das Spital gefahren. In Uzwil verkehrt die Linie neu über die Gupfenstrasse und wird bis in den Waldhof verlängert.

Linie 727 (Gossau-Zuzwil)
Die Linie 727 wird auf den Abschnitt Gossau-Zuzwil verkürzt und bietet in Zuzwil Industrie einen Anschluss auf die Linie 726 von/nach Wil.

Linie 728 (Uzwil-Zuckenriet)
Die Linie 728 verkehrt nur noch bis Zuckenriet. Dort bestehen Anschlüsse von/nach Wil und Niederhelfenschwil.

Linie 732 (Wil-Kirchberg-Gähwil)
Die Linie 732 wird bis auf gewisse Randzeiten am Sonntag und in der Nacht auf einen durchgehenden Halbstundentakt ausgebaut. Zusätzlich verkehren von Montag-Freitag zu den Hauptverkehrszeiten Zusatzkurse zwischen Kirchberg Post und Wil und ermöglichen somit einen 10/20 Minuten Takt mit guten Anschlüssen in Wil.

Raum Uzwil
Der heutige Ortsbus Uzwil (Linie 745) wird aufgehoben und durch Regionalbuslinien ersetzt. Die Linie 726 bedient neu den Ast Waldhof, die Linie 741 wird über die Gupfenstrasse bis ins Gaswerk verlängert. Auf dem Ast Bahnhof Uzwil-Gaswerk bietet die Linie 741 keine schlanken Bahnanschlüsse, dafür kann auf dem Abschnitt Bahnhof-Gupfenstrasse-Friedeck in Überlagerung mit der Linie 726 annähernd ein Viertelstundentakt angeboten werden.

Raum Flawil
Die Linie 741 fährt neu eine Schlaufe und bedient die Haltestelle Maestrani. Am Bahnhof Flawil ist die Linie 741 betrieblich verknüpft mit dem Ortsbus Flawil (Linie 750). Durch den Einsatz von Standardbussen wird die Streckenführung der Linie 750 im Bereich Oberbotsbergstrasse geändert. Die Linie 751 verkehrt neu via Magdenauerstrasse nach Flawil und bedient den Ast Schändrich stündlich.


Weitere bzw. detailliertere Informationen finden Sie Im Bericht Busnetz Fürstenland/Wil, Anpassung an den Bahnfahrplan 2019, der auf unserer Homepage aufgeschaltet ist: https://kanton.sg/regionale-buskonzepte

Wiedereröffnung Bahnhof Algetshausen kurzfristig nicht machbar
Ergänzend zum Ausbau des Busnetzes in der Region strebt der Kanton St.Gallen die Wiedereröffnung der Bahnhaltestelle Algetshausen-Henau an. Aus diesem Grund wurde gegenüber dem Bundesamt für Verkehr im vergangenen Dezember ein Gesuch zur Wiederinbetriebnahme eingereicht.

Nach gründlicher Prüfung teilen das Bundesamt für Verkehr und die SBB mit, dass eine Wiedereröffnung kurzfristig nicht möglich ist. Grund für die ablehnende Haltung sind Fahrplankonflikte auf der Strecke zwischen St.Gallen und Wil sowie fehlende Gleiskapazitäten im Bahnhof St.Gallen. Mittel für Investitionen in die Infrastruktur, um allfällige Engpässe beheben zu können, sind in der Planung des Bundes kurzfristig nicht vorgesehen.