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Zuzwil: 27.10.2017
An der gut besuchten Information zur Vorlage Baukredit Dreifachturnhalle gab es keinerlei Widerspruch zur Vorlage, lediglich Verständnisfragen.
An der gut besuchten Information zur Vorlage Baukredit Dreifachturnhalle gab es keinerlei Widerspruch zur Vorlage, lediglich Verständnisfragen.

So darf man sich die neue Dreifachturnhalle vorstellen mit einem holzträgergestützten Dach.
So darf man sich die neue Dreifachturnhalle vorstellen mit einem holzträgergestützten Dach.

Der Ausbau der Dreifachturnhalle kommt bei zukünftigen Nutzern gut an
Am 26. November befindet die Bürgerschaft an der Urne über den Baukredit der Dreifachturnhalle von 10,13 Mio. Die zweite Abstimmung gilt der Photovoltaikanlage mit Kosten über 340'000 Franken.
Niklaus Jung
Die Information zum Ausbau und Baukredit für die neue Dreifachturnhalle Zuzwil vom Donnerstagabend im Mehrzwecksaal liess bei der anwesenden Bürgerschaft keine kritischen Fragen aufkommen. Es schien, dass die doch happige Kostensteigerung von 8,8 Mio. auf nun 10,58 Mio. bei den Anwesenden keine Bedenken auslösen. Im Gegenteil: Auch die Photovoltaik-Anlage mit weiteren Kosten von 340'000 Franken erhielt keine ablehnenden Voten. Hinzu kommen könnte auf Antrag an der nächsten Bürgerversammlung die gleichzeitige Erneuerung der Heizzentrale mit Umstellung auf Erdwärme, um bei gleichzeitiger Ausführung Kosten zu sparen, wohl zusätzliche 0,5 Mio. Franken.

Offensichtlich geht bei den betroffenen Vereinen der Blick nur noch in Richtung Neubau. Die Sanierungsvariante mit einstmals geschätzten Kosten von 5,5 Mio. erwähnte nur noch der Gemeindepräsident beim Hinweis, sollte es an der Urne zu einem Nein kommen. Eingangs der Information blickte Hardegger noch einmal zurück auf den Entscheid des Gemeinderates, mit einem Neubau eine zeitgemässe Dreifachturnhalle zu realisieren, welche der Schule mehr Spielraum und den Sportvereinen und der Bevölkerung vorteilhaftere Nutzungsmöglichkeiten gebe.

Zur Vorstellung des Neubaus informierte der Planer Andreas Nötzli, der neben dem Ausbau auch mittels Visualisierungen erste Eindrücke vermittelte. Im Auftrag des verantwortlichen Architekturbüros Nötzli wird der lokale Bauleiter Karlpeter Trunz die Bauleitung und Kostenkontrolle führen.

Eine Dreifachturnhalle nach neuestem Stand
Seitens des Architekten stellte Andreas Nötzli das Projekt im Detail vor. Von der Bauart wird die Halle nicht nur dreiteilig, sondern auch breiter und höher in der Ausführung, als die heutige Doppelturnhalle. Grosszügiger wird die Eingangspartie mit Foyer und einem Office. Die Garderoben wechseln von heute im Untergeschoss ins Obergeschoss, wo der Zugang gleichzeitig die Galerie mit Sicht in die Halle bildet.

Im Untergeschoss wird der heutige Gemeindesaal grösser und im Erdgeschoss gibt es einen Platz für den Mittagstisch, der aktuell im Untergeschoss des Kindergartens ungünstig eingerichtet ist. Die Halle selber wird in Holzkonstruktion ausgeführt. Aussen wird die Fassade in Mauerwerkausführung der bestehenden Sporthalle angepasst.

Baukredit für Rückbau und Neubau
Karlpeter Trunz, der zukünftige Bauleiter im Auftrag des Architekten, informierte über die Kosten, Die Kostensteigerung von einstigen 8,8 Mio. auf nun 10,58 Mio. begründete Trunz in notwendigen Verstärkungen bei der Statik, aber auch in Zusätzen aus dem Wunschkatalog der Vereine. Die damalige Berechnung habe auf einem Ausbau nach Vorgaben des Bundesamtes für Sport basiert. Trunz ging weiter auf den Leserbrief ein, wo der Gemeinde Manipulation vorgeworfen wurde. Es sei alles nach bestem Wissen und Gewissen abgelaufen, ohne jegliche Beeinflussung.

Bereits die Vorbereitungsarbeiten und der Rückbau verschlingen gut 800'000 Franken. Der Bau des Gebäudes ist mit 8,32 Mio.. veranschlagt, die Betriebseinrichtungen mit 0,58 Mio. Franken. Auch sei eine Reserve über 180'000 Franken enthalten. Zur Realisierung von Zusätzen leistet der Turnverein einen Beitrag von 200'000 Franken aus dem Turnhallenfond, dem Verkauf der früheren Halle an der Unterdorfstrasse.

Finanzierung und eine Photovoltaikanlage
Gemeindepräsident Roland Hardegger informierte abschliessend über die Finanzierung des Neubaus. Der Kredit werde mit 360'000 Franken jährlich über 30 Jahre abgeschrieben, was in etwa drei Steuerprozenten entspreche. .Aus heutiger Sicht werde es nicht zu einer Erhöhung des Steuerfusses kommen.

Eine zweite Vorlage ist in der Abstimmung vom 26. November enthalten, mit dem Neubau auf dem Dach gleichzeitig eine Photovoltaik-Anlage mit Kosten von 340'000 Franken zu realisieren. Für die Heizungsanlage bedurfte es einer Spezialbewilligung, weiterhin mit Gas und Öl die Halle zu beheizen. Sollte die Anlage ausfallen, müsste sie mit einer alternativen Anlage, z.B. mit Erdwärme ersetzt werden.

Termine
Bei Zustimmung zum Baukredit läuft bereits im Dezember das Baubewilligungsverfahren. Die Ausschreibungen werden nach der Ausführungsplanung bereits im Winter/Frühjahr 2018 erfolgen.

Der Baubeginn kann anfangs Juli 2018, exakt auf die Sommerferien beginnen. Der voraussichtliche Bezug ist auf Mitte August 2019 möglich.

Die Wärmeerzeugung interessiert
In der Fragerunde kam es zu keinerlei Diskussionen über die erhöhte Bausumme. Hingegen war die Warmwassererzeugung Thema, diese statt mit Gas mittels Sonnenenergie zu betreiben. Auch stand die Frage im Raum, ob entgegen der heutigen Planung die Heizung bereits mit dem Neubau zu ersetzen. Die vorgesehenen Erdsonden könnten im Bereich der Geräteräume verlegt werden. Ein späterer Ersatz würde zu Mehrkosten führen. Hardegger gab zu verstehen, dass dies mit einem Antrag an der nächsten Bürgerversammlung noch machbar wäre, die Abstimmung sei jetzt ohne Heizungsersatz. Mit dem vertretbaren Verzicht auf die wohl gut 500'000 Franken, habe man das Projekt nicht zusätzlich belasten wollen.

Die Weitsprunganlage bleibt, allerdings muss aus Platzgründen der Betrieb umgekehrt werden. Die Kosten sind im Projekt enthalten. Kritik gab es betreffend der fehlenden WC-Anlage auf dem Eingangsgeschoss. Ein Aussen-WC wird bekanntlich demnächst im Bereich des Begegnungsplatzes installiert. Die relativ grossen Stützen auf der Höhe der Galerie könnten gemäss Statiker nicht kleiner sein, weil die ganze Halle darauf abgestützt ist.

Dank wenigen Rückfragen war die Information bereits nach gut einer Stunde abgeschlossen.

Die gute Stimmung nicht überschätzen
Ein Leserbriefschreiber hat es vorausgehend deutlich gemacht, dass die Kostensteigerung in ungewohnter Höhe ausgefallen ist. Dass die Kosten an der Information kein Thema waren, dürfte darin begründet sein, dass vor allem die sportlich interessierten Kreise anwesend waren.

Die Kostensteigerung wurde an der Information zwar ausreichend begründet. Die doch ausführlichen Gespräche mit betroffenen Vereinen vor den ersten Kostenberechnungen hätten ein angenähertes Resultat erwarten lassen. Jedenfalls sind Gemeinderat und Baukommission gut beraten, den Kostenrahmen beim Bau bestmöglich einzuhalten, an sonst das Vertrauen in die Räte deutlich absinken dürfte.
Niklaus Jung

Gemeindepräsident Roland Hardegger ging mit klaren Worten auf die Kostensteigerung ein.<br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br>
Gemeindepräsident Roland Hardegger ging mit klaren Worten auf die Kostensteigerung ein.

















Architekt Andreas Nötzli stellte das Projekt im Detail vor.<br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br>
Architekt Andreas Nötzli stellte das Projekt im Detail vor.



















Die Bauleitung und Kostenverantwortung wird Architekt KarlPeter Trunz im Auftrag des Planerarchitekten Nötzli.
Die Bauleitung und Kostenverantwortung wird Architekt KarlPeter Trunz im Auftrag des Planerarchitekten Nötzli.

Die Situation wie sich die neue Halle an die bestehende Halle angliedert.
Die Situation wie sich die neue Halle an die bestehende Halle angliedert.

Deutlich höher, deutlich breiter mit Anbau der Geräteräume wird die neue Halle gebaut.
Deutlich höher, deutlich breiter mit Anbau der Geräteräume wird die neue Halle gebaut.

Ansprechender als heute und mehr Raum im Foyer wird die Eingangspartie der neuen Halle gebaut.
Ansprechender als heute und mehr Raum im Foyer wird die Eingangspartie der neuen Halle gebaut.

Der Aufstieg zu den Garderoben und der Galerie vom Foyer aus.
Der Aufstieg zu den Garderoben und der Galerie vom Foyer aus.

Die Ansicht der Galerie mit Blick in den Turnhallenraum.
Die Ansicht der Galerie mit Blick in den Turnhallenraum.