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Chur/Wil: 08.11.2017
A-Final Gewehr Nachwuchs. SG Mauren-Berg - Stadtschützen Wil (von links) (MS Bülach fehlt).
A-Final Gewehr Nachwuchs. SG Mauren-Berg - Stadtschützen Wil (von links) (MS Bülach fehlt).

Wiler Schützen-Nachwuchs holt Gold
Wer an der Ostschweizer Mannschaftsmeisterschaft mitmacht, möchte natürlich auch einmal eine Liga höher antreten können.
Beatrice Bollhalder
286 Mannschaften aus der ganzen Ostschweiz haben während des Sommers in vier Runden darum gekämpft, am Finale in Chur teilnehmen zu dürfen. 38 von ihnen, unter ihnen auch die Wiler Stadtschützen, durften am Samstag in der Bündner Hauptstadt den Mannschaftsmeister ermitteln. Im Nachwuchsbereich hatten die St. Galler die Nase vorn. Mit 922 Punkten gewannen im Gewehrbereich die Wiler Stadtschützen.

Schiessen ist eine Sportart, bei der auch die Wetterbedingungen eine Rolle spielen.

Wettereinflüsse nicht zu unterschätzen
All jene, die sich für das Finale der Ostschweizer Mannschaftsmeisterschaft in diesem Jahr qualifiziert hatten, überlegten deshalb zu Recht, wie dieser Wettkampf wohl enden würde. Denn das diesjährige Finale wurde in Chur ausgetragen und dies an einem Tag, an dem man mit dem Spielverderber Föhn zu rechnen hatte. Beim vormittäglichen B- und C-Finale hielt er sich zurück, dafür hatte der eine oder andere etwas klamme Finger.

Am Nachmittag gab es die eine oder andere Böe. Im Allgemeinen hatten aber alle Gruppen die gleichen, fairen Bedingungen. Ob mit dem Gewehr oder der Pistole, jeder Finalteilnehmer gab sein Bestes. Denn dies ist ein Wettkampf, bei dem es nicht um gute Einzelresultate geht, sondern um die Mannschaftsleistung. Aber auch wenn es nicht allen zu einem Podestplatz reichen kann, sich für dieses Finale qualifiziert zu haben, ist für jeden Finalteilnehmer bereits eine bemerkenswerte Leistung.

Appenzeller gut im Rennen
Die Verantwortlichen der Ostschweizer Mannschaftsmeisterschaft hatten es bezüglich Organisation in diesem Jahr einfach, konnten doch sowohl die Gewehr- als auch die Pistolenmannschaften auf demselben Wettkampfplatz antreten. OMM-Präsident Josef Dürr konnte beim abendlichen Absenden denn auch auf einen perfekt verlaufenen Finaltag zurückblicken.

Am Vormittag wurden, in diesem Jahr bereits zum achten Mal, der B- und der C-Final, die von der Schützengesellschaft Kyburg und von den Feldschützen Heiden gewonnen wurden, ausgetragen. Ebenfalls am Vormittag standen im Pistolenstand fünf Mannschaften im Einsatz, von denen schliesslich die Pistolenschützen aus Diessenhofen die Nase vorn hatten.

Ziel, eine Lige höher dabei
Wer an der Ostschweizer Mannschaftsmeisterschaft, an der insgesamt mehr als 2000 Schützen teilnehmen, mitmacht, möchte natürlich auch einmal eine Liga höher antreten können. Dieses Ziel haben der SV Eggerstanden und die SG Haldenstein in diesem Jahr geschafft. „Die Konkurrenz muss sich nun warm anziehen, sind es doch im kommenden Jahr drei Mannschaften aus dem Kanton Appenzell-Innerrhoden, die in der obersten Liga mitmischen“, rief Josef Dürr die restlichen Teams zum Kämpfen auf.

Für den SV Embrach-Lufingen und die FSG Felsberg heisst es dagegen, nach nur einem Jahr wieder eine Liga tiefer anzutreten. Bei den Pistolenschützen wären es jene aus Uster und St. Margrethen, die sich im kommenden Jahr wieder auf A-Niveau behaupten dürfen oder müssen. Da aber Uster bereits eine Mannschaft in der obersten Liga bereitstellt, klettert St.Fiden-St.Gallen an deren Stelle eine Liga höher. Kloten und Andelfingen werden im kommenden Jahr aber sicher alles versuchen, um wieder aufsteigen zu können.

St. Galler Nachwuchs an der Spitze
Am Nachmittag ging es im A-Final um den Meistertitel. Zudem wurden die besten Nachwuchssteams ermittelt. Einmal mehr war es Höri, das die Rangliste anführte.
Auch über die 50-Meter Distanz hatte ein Zürcherteam die Nase vorn. Die SG Uster gewinnt nämlich diese Disziplin.

20. Ostschweizer Final in Wil
Im Nachwuchsbereich hatten allerdings die St. Galler die Nase vorn. Mit 922 Punkten gewannen im Gewehrbereich die Wiler Stadtschützen, die SG Mauren-Berg folgt mit 22 Punkten weniger auf dem zweiten Rang. 874 Punkte erreichte Bülach. Für das gute Resultat der Wiler Stadtschützen sorgten Joel auf der Maur (188), Michael Raspotnig (185), Tamara Hildebrand und Yves Saxer (je 184) sowie Benedikt Schmid mit 181 Punkten.

Bei den Pistolenschützen hiess es einmal mehr „Der Sieg geht an die Sportschützen St.Fiden-St. Gallen“. Vor allem im Nachwuchsbereich könnten mehr Teilnehmer angemeldet werden. Josef Dürr forderte die Verantwortlichen dazu auf, diesem Wettkampf, der für den Nachwuchs kostenlos ist, mehr Beachtung zu schenken. Der 20. Ostschweizer Mannschaftsmeisterschaftsfinal wird am 10. November 2018 in Wil ausgetragen.
Vollständige Rangliste unter www.omm-info.ch.