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Banzenheid/Wil: 22.11.2017
Das Herzstück des Wärmeverbundes beim ZAB. Mittels Dampf wird das Heizwärme-Wasser auf 90 Grad erhitzt, bevor es in Richtung Ifang in Banzenheid geht.
Das Herzstück des Wärmeverbundes beim ZAB. Mittels Dampf wird das Heizwärme-Wasser auf 90 Grad erhitzt, bevor es in Richtung Ifang in Banzenheid geht.

Gruppenweise konnten die Bewohner von Bazenheid die Energieerzeugung im Brennofen besichtigen, die Ausgangslage für die Wärmeerzeugung.
Gruppenweise konnten die Bewohner von Bazenheid die Energieerzeugung im Brennofen besichtigen, die Ausgangslage für die Wärmeerzeugung.

ZAB beweist Wirtschaftlichkeit des regionalen Wärmeverbundes
Die erste Etappe Wärmeverbund Bazenheid ist erfolgreich in Betrieb genommen, Kirchberg und Wil sollen folgen.
pd/nj
Nachdem eine in den Jahren 2013/14 erstellte Machbarkeitsstudie des ZAB (Zweckverband Abfallverwertung Bazenheid) aufgezeigt hatte, dass ein Fernwärmenetz vom Energiepark des ZAB ins Dorf Bazenheid und in die Stadt Wil ökologisch wertvoll und technisch sowie wirtschaftlich machbar ist, wurde zur Begleitung und Umsetzung des Projekts die Interessengemeinschaft Fernwärme Kirchberg-Wil gegründet. Der Interessengemeinschaft Fernwärme Kirchberg-Wil gehören Vertreter der Stadt Wil, der Technischen Betriebe Wil, von rwt Regionalwerk Toggenburg AG, der Dorfkorporation Bazenheid, der Gemeinde Kirchberg und des ZAB an.

Am Dienstagnachmittag war die Einwohnerschaft von Bazenheid und weitere Interessierte zum ZAB eingeladen zur Vorstellung des ersten in Betrieb genommenen Wärmeverbundes Bazenheid, der im Ifang über eine Unterstation läuft. Mit einer Temperatur von 90 Grad verlässt das Heizwasser den ZAB und kehrt mit etwa 50 Grad Celsius wieder zurück.

33 erste Wiirmebezüger
Im Oktober 2017 konnte die erste Etappe des Fernwarmnetzes in Bazenheid durch den Netzbetreiber rwt und den Wärmelieferanten ZAB zusammen mit den ersten Kunden erfolgreich in Betrieb genommen werden. Die erste Netzetappe verläuft ab dem Energiepark Bazenheid des ZAB über Unterbazenheid bis zum lfang.

Gleichsam zur Eröffnung dieses Netzes wurden die Kunden sowie die beteiligten Projektpartner eingeladen, das Fernwärmenetz zu besichtigen. Im Zentrum standen dabei die Energieerzeugungsanlagen des ZAB sowie die Fernwärmeinstallationen im Mehrzweckgebäude Ifang in Bazenheid.

Weitere Planungsarbeiten
Nach wie vor stösst das Projekt in Bazenheid auf ein sehr positives Interesse. Bereits laufen bei rwt die Planungsarbeiten für die zweite Etappe in den Raum Bahnhof. Genügend gesicherte Wärmekunden vorausgesetzt, soll die Umsetzung dieser zweiten Etappe bereits im Jahr 2018 erfolgen.

Auch für das Netz Kirchberg sind erste Planungsarbeiten durch rwt aufgenommen worden. lnteressant sind dabei vor allem mögliche Grossbezüger, öffentliche Bauten wie Schulhäuser, Altersheim und Neubauten wie die Zentrumüberbauung. Bevor in diesem Bereich Ausführungsentscheide gefällt werden können, muss die Wirtschaftlichkeit im Detail geprüft werden.

Wiler Parlament entscheidet im 2018
Für die Stadt Wil stellt eine Fernwärmeversorgung ab dem Energiepark Bazenheid einen wichtigen Pfeiler für eine sichere, wirtschaftliche und ökologische Wärmeversorgung dar. lm kommunalen Energiekonzept 2017 der Stadt Wil ist vorgesehen, bis zum Jahr 2050 einen Wärme-Energiebedarf von rund 70‘000 MWh/a durch KVA-Fernwärme zu decken.

Für das Fernwärmeprojekt wird dem Stadtparlament im Rahmen des Budgets 2018 der Technischen Betriebe Wil ein Projektierungskredit von 1,3 Millionen Franken beantragt. Damit verbunden werden Vorprojekt-, Bauprojekt, Bewilligungsverfahren, Au?ageprojekt sowie der politische Prozess (Volksabstimmung) erstellt.

Claudio Bianculli, Projektleiter des Wärmeverbundes stellte das Projekt im Detail vor.
Claudio Bianculli, Projektleiter des Wärmeverbundes stellte das Projekt im Detail vor.

Die Installation und Inbetriebnahme des Wärmeverbundes Bazenheid interessierte Mann und Frau gleichermassen.
Die Installation und Inbetriebnahme des Wärmeverbundes Bazenheid interessierte Mann und Frau gleichermassen.