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Zuzwil: 26.11.2017
Anfangs Juli 2018 soll der Rückbau der Doppelturnhalle starten und die Dreifachturnhalle innert Jahresfrist (Bild) aufgebaut werden.
Anfangs Juli 2018 soll der Rückbau der Doppelturnhalle starten und die Dreifachturnhalle innert Jahresfrist (Bild) aufgebaut werden.

Ja zur neuen Dreifachturnhalle
Die höhere Zustimmung zur Fotovoltaikanlage ist Hinweis, dass der Energiewende Beachtung geschenkt wird.
pd/nj
Die Zuzwiler Stimmbürgerinnen und Stimmbürger sagen «Ja›› zum Baukredit für den Rückbau der bestehenden Turnhalle 2 und 3 sowie für den Neubau einer Dreifachturnhalle. Auch die Photovoltaikanlage auf dem neuen Dach kann erstellt werden. Der Baubeginn ist auf Anfang Juli 2018 terminiert. Dem Neubau der Dreifachturnhalle stimmten 56 Prozent der Bürgerschaft zu, zur Fotovoltaikanlage sind es gar 65 Prozent. Bereits kommende Woche erfolgt die Baueingabe.

Die über dreissigjährige Turnhalle 2 und 3 beim Schulhaus Wiesengrund in Zuzwil soll abgebrochen und durch einen modernen Neubau einer Dreifachturnhalle ersetzt werden.

Klare Zustimmung zum Neubau
Die Stimmberechtigten stimmten an der heutigen Abstimmung über den Kredit für das Bauprojekt von 10,13 Millionen Franken ab. Bei einer Stimmbeteiligung von 43,4 Prozent sagten 829 Personen «.Ja» zum Rückbau der bestehenden Turnhalle und dem Neubau einer Dreifachturnhalle. 635 Stimmberechtigte legten ein «Nein›› in die Urne, was einer Zustimmung von 56,6 Prozent entspricht.

Beim Gemeinderat und den Mitgliedern der Baukommission zeigt man sich über das positive Ergebnis. Die «Umgebungsgestaltung Schulareal» werde damit weitergeführt, nachdem bereits der Pausenplatz inkl. Veloabstellanlage sowie die Spielplätze saniert und ein neuer Begegnungs- und Mehrzweckplatz (Parkplatz) gebaut wurden, schreibt Gemeindepräsident Roland Hardegger.

Photovoltaikanlage
Im Zusammenhang mit der neuen Dreifachturnhalle soll auf dem Dach auf einer Modulfläche von 850 Quadratmeter eine Photovoltaikanlage erstellt werden. Die Kosten dafür werden auf 340'000 Franken geschätzt. Mit einer Mehrheit von 65 Prozent haben die Stimmbürgerínnen und Stimmbürger auch diesem Kredit für zugestimmt.

Nächste Schritte
Das positive Abstimmungsergebnis ist gleichzeitig Auftrag, die Planungen fortzuführen. Das Architekturbüro Hertie Noetzli / Architekten, Aarau, wird das Projekt im Detail planen. Das Baugesuch für die neue Dreifachturnhalle ist ab kommendem Freitag im Gemeindehaus öffentlich aufgelegt.

In einem weiteren Schritt werden die Bauarbeiten gemäss den Bestimmungen des öffentlichen Beschaffungswesens ausgeschrieben und die Arbeitsvergaben vorgenommen. Bei einem idealen Verlauf kann Anfang Juli 2018 mit den Bauarbeiten begonnen werden. Es wird mit einer Bauzeit von rund einem Jahr gerechnet. Das Ziel ist, die neue Dreifachturnhalle ab Beginn des Schuljahres 2019/2020 nutzen zu können.

Zusammenrücken
Das «Ja» zur neuen Dreifachturnhalle bedeutet, dass während der Bauzeit von rund einem Jahr für den Schul- und Vereinssport sowie für Anlässe nur eine Halle zur Verfügung steht. Während dieser Zeit müssen die Nutzerinnen und Nutzer «zusammenrücken» . Es gilt, dafür entsprechende organisatorische Massnahmen zu ergreifen. Der Gemeinderat ist sich dessen bewusst, dass die Möglichkeiten für den Sportunterricht sowie für Anlässe dadurch deutlich eingeschränkt werden.

Im Hinblick darauf, dass anschliessend eine zeitgemässe und grosszügige Infrastruktur zur Verfügung steht, hofft der Gemeinderat auf das Verständnis von allen Beteiligten. Ebenfalls wird es während den Bauarbeiten zu Immissionen und Einschränkungen kommen. Die Baustelle wird mit wirksamen Abschrankungen gegen unbefugten Zutritt gesichert. Die Zu- und Wegfahrt der Unternehmer zur Baustelle ist via Herbergstrasse geplant.

Danke für das Vertrauen
Der Gemeinderat dankt allen Stimmberechtigten für das Interesse und die konstruktive Auseinandersetzung mit diesem Sachgeschäft. Die Zustimmung zum Baukredit von 10,13 Mio. Franken sowie zum Bau einer Photovoltaikanlage auf dem Dach der neuen Dreifachturnhalle ist für den Gemeinderat ein Vertrauensbeweis.

Der Turnverein Zuzwil steuert aus dem «Turnhallen-Fonds» einen Beitrag von 200'000 Franken bei. Auch an dieser Stelle nochmals ein grosses Dankeschön für diese wertvolle Unterstützung. Der Gemeinderat ist überzeugt, dass die neue Dreifachturnhalle eine Investition für die gesamte Bevölkerung darstellt und zur Attraktivitätssteigerung beiträgt.

„Wieder miteinander reden“
Die teils doch heftig agierende Gegnerschaft zum Projekt Dreifachturnhalle wirkte besorgniserregend. Die Ebene der sachlichen Auseinandersetzung wurde mehrfach überschritten. Die teils nicht optimal verlaufene Kostenberechnung trug dazu bei. Man musste sich fragen, ob sich nach der Abstimmung die Situation wieder beruhigen wird.

Es braucht jetzt beiderseits Bereitschaft, seitens der Befürworter und Gegner, wieder miteinander zu reden. Die Haltung „An uns solls nicht fehlen“ dürfte in diesem Fall nicht genügen. Es braucht das direkte Zugehen aufeinander, um im Gespräch auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen und gemeinsam an der Umsetzung des Projektes mitzuwirken.
Niklaus Jung