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Eschlikon: 10.12.2017
Im ehemaligen Schützenhaus feiern und spielt ab sofort wieder die Eschliker Jugend.
Im ehemaligen Schützenhaus feiern und spielt ab sofort wieder die Eschliker Jugend.

Auch zum chillen und posen hat es wieder genügend Platz, nachdem der Jugendtreff vom Keller der Mehrzweckanlage Bächelacker ins ehemalige Schützenhaus umgezogen ist.
Auch zum chillen und posen hat es wieder genügend Platz, nachdem der Jugendtreff vom Keller der Mehrzweckanlage Bächelacker ins ehemalige Schützenhaus umgezogen ist.

Ein funktionierendes Team. Von links: Romana Kaiser (Jugendarbeiterin), David Meierhofer (arbeitete 393 Stunden), Daniel Eggenberger (Jugendarbeiter), Kay Steiger (Küchenchef).
Ein funktionierendes Team. Von links: Romana Kaiser (Jugendarbeiterin), David Meierhofer (arbeitete 393 Stunden), Daniel Eggenberger (Jugendarbeiter), Kay Steiger (Küchenchef).

Eschliker Jugend ist umgezogen
Was lange währt, könnte mal gut werden
Christoph Heer
Nach jahrelangem hin und her konnte am Samstag das ehemalige Schützenhaus als neues Jugendhaus eröffnet werden. Ausgestattet mit einem überaus straffen Zeitplan, schafften es die Jugendlichen, unter Anleitung, das Haus fristgerecht fertig zu stellen. Zahlreiche Anpassungen werden in naher Zukunft noch gemacht.

Endlich, ist man versucht zu sagen. Nach jahrelangem Rechtsstreit zwischen Anwohnern und Gemeinde, welcher schlussendlich vor Bundesgericht endete, konnte das alte Schützenhaus am Samstag den Jugendlichen übergeben werden. Nur unter Einhaltung diverser Auflagen konnte der Umbau vollstreckt werden. Wie jetzt das „neue“ Jugendhaus daher kommt, wollten am Samstag zahlreiche Eltern und Interessierte an der Eröffnungsfeier erkunden. In erster Linie fallen dabei die ganz in Weiss gehaltenen Wände auf. Dies sei aber eine Momentaufnahme, erklärte Jugendarbeiter Daniel Eggenberger. «Für uns sind nämlich die Arbeiten noch lange nicht zu Ende. So werden wir mit den Jugendlichen zusammen noch einiges verändern, verschönern und anpassen.» Dazu gehört eben auch die farbliche Bearbeitung der Wände.

Die Kellerkinder sind wieder an der Oberfläche
Bis anhin traf sich die Eschliker Jugend im Provisorium des Kellers in der Mehrzweckanlage Bächelacker. Das Angebot und die Attraktivität haben dabei sehr gelitten, sagte einst Gemeinderat Peter Meier. Bestätigung finden diese Aussagen heute durch Bryan Ferramosca. «Endlich raus aus dem Bunker und mehr Platz, tolle Sache hier», sagte er. Bryan Ferramosca aus Eschlikon war während der Umbauphase für die Beleuchtung zuständig. Noch deutlichere Worte fand Jugendarbeiter Daniel Eggenberger. «Nach einer langwierigen Bauzeit mit enormem Zeitdruck gegen den Schluss hin haben wir es geschafft und sind ab sofort keine Kellerkinder mehr». Eggenberger sprüht nur so von Ideen, was es noch alles braucht, um dem neuen Jugendhaus möglichst viel Leben einzuhauchen. In die Details soll aber noch nicht gegangen werden. «Veränderungspotenzial liegt noch in jeder Ecke. Die Wände, die Musikanlage, die Isolation, der obere Stock, man könnte aus dem Haus ein richtiges Bijou machen».

Lob für die ganz Fleissigen
Nur dank Teamarbeit konnte nach den Rückbauarbeiten im vergangenen März das Haus innert weniger Monaten für den Einzug am Samstag bereit sein. Es war jedoch zu vernehmen, dass sich im Vorfeld einige Stimmen zu Wort gemeldet hatten, die nicht daran geglaubt haben. Dass es doch geklappt hat dürfte für David Meierhofer (15, Eschlikon) eine grosse Genugtuung sein. Er arbeitete in den vergangenen Monaten unglaubliche 393 Stunden im ehemaligen Schützenhaus. «Am Morgen der Erste, abends der Letzte, das war oft der Fall. Ich wollte einfach, dass es vorwärts geht und die negativen Äusserungen von Erwachsenen spornten mich noch mehr an.» Viele weitere Jugendliche kamen auch weit über 100 Arbeits- und Anwesenheitsstunden. Einer von ihnen ist Kay Steiger (15, Eschlikon) im Amt des Küchenchefs. «Toll, was wir bis jetzt erreicht haben und endlich mehr Platz und eine coole Bar».