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Züberwangen: 07.12.2017
Die Betagten versuchen sich eigenständig am Tablett. Die jugendlichen Helfer sind vorbereitet, nur über die Sprache behilflich zu sein, wenn es Probleme gibt.
Die Betagten versuchen sich eigenständig am Tablett. Die jugendlichen Helfer sind vorbereitet, nur über die Sprache behilflich zu sein, wenn es Probleme gibt.

Jugendliche führen Betagte in die Computerwelt ein
Betagten den Computer schmackhaft zu machen, bedarf es guter eigener Kenntnisse der Kinder und Geduld mit der älteren Generation.
pd
Im Zusammenhang mit dem Projekt IBBF (integrierte Begabungs- und Begabtenförderung) wurde am «Offenen Nachmittag» der Kurs CompiSternli angeboten. CompiSternli ist ein Generationenprojekt, wobei Kinder älteren Personen dem Umgang mit Tablets lehren. Der Verein CompiSternli stellt dazu Unterlagen und Material zur Verfügung und bietet Hand bei der Durchführung.

Die Kinder wurden an fünf Nachmittagen auf den Kurs vorbereitet, indem sie zuerst selber den Umgang mit dem Tablet und den Apps lernten

Auf Probleme vorbereitet
Die Kinder wurden auf eventuelle Schwierigkeiten im Alter aufmerksam gemacht. Sie konnten den Kursablauf mit einem Kollegen eins zu eins durcharbeiten. Gleichzeitig mussten sie auf die Suche nach interessierten Kursteilnehmern gehen. Im Wohn- und Pflegeheim Lindenbaum wurden sie fündig. So stand dem ersten. Kursnachmittag am 29. November 2017 nichts mehr im Wege.

Ruhig bleiben, wenns falsch läuft
In gespannter Erwartung wurden die vier Kursteilnehmerinnen begrüsst und liessen sich durch die Primarschüler in die Welt des Tablet einführen. «Wo ist denn nun der Fahrplan hin, er ist plötzlich nicht mehr da!» Das CompiSternli erklärt ruhig, was geschehen ist und wie er wieder zum Vorschein kommt. Hierbei muss unbedingt die goldene Regel berücksichtigt werden: Die CompiSternli dürfen ihren «Schülerinnen» nicht mit Händen, sondern nur mündliche Anweisungen geben. Darum sitzen ein paar von ihnen auch auf ihren Händen.

Reaktionen nach dem ersten Kursnachmittag:
«Nun habe ich eine erste Ahnung bekommen, wie es funktioniert. Manchmal ist es noch schwierig zu wissen, wo ich drücken muss.»

«Ich habe heute Fotos gemacht, VierGewinnt gespielt, einen Wecker gestellt, den TagesAnzeiger und den Blick kurz angeschaut, nun freue ich mich auf den Fahrplan nächste Woche!»

CompiSternli: «Mit wurde mitgeteilt, dass ich es gut gemacht habe. Am schwierigsten war es, meine Hände nicht zu benutzen, das ist mir nicht immer ganz gelungen. Wenn ich alles in Worten erklären muss, lerne ich vor allem, mich genau auszudrücken. Das will ich nächste Woche noch besser machen.»

Besonders bemerkenswert ist, dass diese Kinder bereit waren, an 4 freien Mittwochnachmittagen freiwillig in die Schule zu kommen. Dafür haben sie ein grosses Dankeschön verdient!

Der 2. Kursnachmittag fand am 6. Dezember 2017 wiederum im Lernatelier der Primarschule Zuzwil statt.

Kopfzerbrechen zuzulassen war für die Betagten wohl wichtige Voraussetzung.
Kopfzerbrechen zuzulassen war für die Betagten wohl wichtige Voraussetzung.

Mit etwas Geduld und passenden Hinweisen kann sich der Erfolg einstellen.
Mit etwas Geduld und passenden Hinweisen kann sich der Erfolg einstellen.

Glückliche erste "Compi-Sternli" Kursgruppe, alles Betagte aus dem Wohnheim Lindenbaum, zusammen mit ihren jugendlichen "Lehrern".
Glückliche erste "Compi-Sternli" Kursgruppe, alles Betagte aus dem Wohnheim Lindenbaum, zusammen mit ihren jugendlichen "Lehrern".