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Eschlikon: 14.12.2017
Irene Würmli und Pater Toni Kurmann von Jesuiten Weltweit, freuen sich auf die Sternsingeraktion im kommenden Jahr.
Irene Würmli und Pater Toni Kurmann von Jesuiten Weltweit, freuen sich auf die Sternsingeraktion im kommenden Jahr.

Irene Würmli freut sich am Informationsnachmittag über einen gelungenen ersten Probeeinsatz der Sternsinger.
Irene Würmli freut sich am Informationsnachmittag über einen gelungenen ersten Probeeinsatz der Sternsinger.

Die Eschliker Sternsinger sammeln im Januar für das Projekt von Pater Toni Kurmann. Das Geld wird für die Beschulung von Flüchtlingskindern im Libanon eingesetzt.
Die Eschliker Sternsinger sammeln im Januar für das Projekt von Pater Toni Kurmann. Das Geld wird für die Beschulung von Flüchtlingskindern im Libanon eingesetzt.

Ab dem 5. Januar singen und sammeln sie wieder
Über 90 Eschliker Kinder gehen als Sternsinger auf die Strasse
Christoph Heer
Diese Woche fand der Vorbereitungstag für Erwachsene und Kinder statt. Als Sternsinger werden sie anfangs 2018 in den Strassen von Eschlikon und Wallenwil unterwegs sein. Gesammelt wird dieses mal für die Beschulung von Flüchtlingskindern aus Syrien im Libanon.

Seit vielen Jahren organisieren zahlreiche enthusiastische Frauen das Sternsingen in Eschlikon, Wallenwil und Hurnen. Jahr für Jahr wird so Geld gesammelt für Menschen – meist Kinder – in Not. Und der Betrag, welcher sie jeweils präsentieren können darf sich sehen lassen. So kamen bei der letzten Sternsingeraktion über 21'000 Franken zusammen. Irene Würmli arbeitet, plant und organisiert als Hauptverantwortliche und jederzeit mit viel Herzblut die Eschliker Sternsinger. «Dieses mal werden 93 Kinder in Begleitung von Erwachsenen von Tür zu Tür ziehen. Beim letzten Mal waren es noch deren 82. Es sind aber nicht nur diese vielen Kinder, die mich stolz machen, auch der vielfältige Einsatz von rund 50 Erwachsenen ermöglicht es uns, eine sichere und funktionierende Durchführung zu garantieren.» Die Einteilung der Kinder als Könige und Sterne, sowie deren Einkleidung und Planung der Strassenaufteilung beansprucht ein hohes Mass an Intelligenz. Irene Würmli erklärt, dass es zudem für die Sternsingeraktion in Hurnen auch noch Fahrer braucht, «umso grösser ist dann jeweils die Freude, wenn die Haustüren geöffnet werden. Oft sind unsere jungen Sternsinger enttäuscht, wenn sie Licht in den Stuben sehen, die Türen aber nicht geöffnet werden.» Sie betont das ungemein grosse Engagement jedes einzelnen Kindes, welches mit Inbrunst hinter einer guten Sache steht und dementsprechend möglichst viel Geld sammeln will.

Meist positive Feedbacks
Nebst Irene Würmli vervollständigen Iris Mettler, Kathrin Vonderwahl, Mirjam Ramsperger, Manuela Cassol, Uschi Wohlwend und Erika Meier das Organisationskomitee. Uschi Wohlwend erklärt, dass die Beträge sehr variieren, «aber auch bei uns gilt, jeder Rappen zählt.» Vom Zweifränkler bis zur Hunderternote öffnet sich in etwa die Betragsschere der freiwilligen Spenden. «Etwa 80 Prozent derjenigen, die uns was geben, überreichen uns fünf Franken und jeder einzelne Fünfliber ist wertvoll und freut uns», sagt Wohlwend. Am kommenden 5. Januar findet der Aussendungsgottesdienst statt, dann werden die Sternsinger bis und mit 13. Januar unterwegs sein. Irene Würmli betont, dass der Strassenplan auf der Homepage der Gemeinde Eschlikon einsehbar ist. «Da können sich die Einwohner informieren, wann wir in ihrer Strasse zugegen sind.» Irene Würmli betont, dass die positiven Feedbacks aus der Bevölkerung Mut machen. «Wie leisten grosse Arbeit für Kinder, denen es nicht gut geht. Dafür besuchen wir in unserer Gemeinde viele Menschen, singen ihnen ein Lied vor und bereiten einfach Freude. Schön, wenn diese Leidenschaft unserer Sternsinger erwidert wird.»

Projekt für die Beschulung von Flüchtlingskinder
Am Mittwochnachmittag stellte Pater Toni Kurmann, Missionsprokurator von Jesuiten weltweit, allen Anwesenden sein Projekt seines Mitbruders im Libanon vor. Der Zürcher berichtete über die Probleme der Beschulung von Flüchtlingskindern im besagten Land. «Eine Million Syrer flüchtete in den Libanon. Davon sind 400'000 Kinder und nur die Hälfte davon erhält eine Schulbildung. Dabei ist es so wichtig, eine geordnete und sichere Schulbildung zu erhalten, denn diese ist das Rüstzeug für das weitere Leben dieser Kinder.» Toni Kurmann erwähnt zudem, dass auch psychosoziale Unterstützung geboten wird, «wie sonst, sollen die Kinder die traumatischen Kriegserlebnisse verarbeiten?»

Informationen zum Projekt: www.jesuiten-weltweit.ch