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Sirnach: 24.01.2018
Standen beim ersten Behördenapéro, nach vier Jahren Unterbruch, des AGV Südthurgaus am Mikrofon. Von links: AGV Präsident Thomas De Martin, Regierungspräsidentin Carmen Haag, MOWAG-Geschäftsführer Oliver Dürr.
Standen beim ersten Behördenapéro, nach vier Jahren Unterbruch, des AGV Südthurgaus am Mikrofon. Von links: AGV Präsident Thomas De Martin, Regierungspräsidentin Carmen Haag, MOWAG-Geschäftsführer Oliver Dürr.

Thurgaus Regierungspräsidentin Carmen Haag war zu Gast beim ersten AGV Südthurgau Behördenapéro, nachdem dieser Anlass vier Jahre lang pausiert hatte.
Thurgaus Regierungspräsidentin Carmen Haag war zu Gast beim ersten AGV Südthurgau Behördenapéro, nachdem dieser Anlass vier Jahre lang pausiert hatte.

Oliver Dürr, Geschäftsleiter von General Dynamics MOWAG, referierte am Behördenapéro des AGV Südthurgau. Rechts, AGV Präsident Thomas De Martin.
Oliver Dürr, Geschäftsleiter von General Dynamics MOWAG, referierte am Behördenapéro des AGV Südthurgau. Rechts, AGV Präsident Thomas De Martin.

«Ohne Randregionen – keine Schweiz»
Nach vier Jahren fand wieder ein Behördenapéro statt
Christoph Heer
Nach einem mehrjährigen Unterbruch fand wieder ein Behördenapéro des Arbeitgeberverbandes Südthurgau statt. Dank zwei äusserst interessanten Referaten und einer tadellosen Organisation, bereute niemand sein Erscheinen im Dreitannensaal.

Es war nach vierjährigem Unterbruch wieder einmal ein Behördenapéro, der im Vorfeld auf zwei spannende Referate aufmerksam gemacht hatte. So folgten der Einladung rund 70 Personen aus Politik, Wirtschaft und Gewerbe. Als vorangehendes Fazit kann bezeichnet werden, dass der AGV Südthurgau alles richtig gemacht hat. Denn – und das bestätigten alle befragten Besucher – freut man sich ausnahmslos, dass dieser Anlass wieder ins Jahresprogramm des AGV aufgenommen wurde. Willy Nägeli, Gemeindepräsident von Fischingen, erklärte, «ich besuchte diese Behördenapéros schon vor 30 Jahren und Ja, ich habe sie vermisst in den letzten vier Jahren. Super, dass dieser informative Anlass reaktiviert wurde.» Gleich tönt es bei Ivan Knobel, Gemeindepräsident von Rickenbach. «Der AGV Behördenapéro hat mir gefehlt. Toll, dass es ihn wieder gibt und diese neuste Austragung war sehr interessant.» Und auch CVP-Kantonsrat Josef Gemperle (Fischingen) freut sich über den neuen Eintrag in der Jahresagenda. «Es gab zwar stets andere Möglichkeiten, um „Gwerbler“ zu treffen. Aber in diesem Rahmen, mit den ausgezeichneten Referaten wie heute, wird es ermöglicht, auch anderweitig Kontakte zu knüpfen und zu pflegen.» Für AGV Südthurgau Präsident Thomas De Martin steht fest, wieder einmal pro Jahr einen Behördenapéro durchzuführen, mit dem Ziel, die Zusammenarbeit zwischen Behörden, Politik und Wirtschaft zu fördern. «Die Dialoge zwischen den unterschiedlichsten Interessensgruppen wollen wir ebenso fördern, wie der Austausch untereinander. Zudem sind wir eine Randregion, daher müssen wir um jede Anerkennung und erfolgreiche Weiterentwicklung kämpfen, wobei betont sein will, dass wir schon längstens enorm viel Positives erleben, was das Miteinander betrifft.»

Mutig und vorsichtig sein
Am Dienstagabend kamen die 70 Teilnehmer in den Genuss von zwei interessanten und an Aktualität kaum zu übertreffenden Referaten. Oliver Dürr, Geschäftsführer der Kreuzlinger General Dynamics MOWAG, hob zuerst den Mahnfinger und beschwichtigte, dass es ohne Randregionen keine Schweiz gäbe. Damit unterstrich er die Wichtigkeit jeder einzelnen Region. Kein Blatt vor den Mund nehmend, referierte er über die Chancen und Risiken des Wirtschaftsstandortes. «Aufgepasst, die Ostländer holen auf. Besser gesagt, sie sind uns schon ganz nah, auch darum, weil sie ungemein fleissig sind.» Dürr pocht dabei auf die Qualität. «Qualität ist nicht verhandelbar. Und diese erreichen wir unter anderem durch unser duales Bildungssystem und nicht zuletzt, weil wir uns stets weiterbilden und auf allen Stufen dazu lernen.» Mit Mut und Vorsicht, so Dürr, soll man Preise, Flexibilität, Innovation, Qualität und Lieferzeiten im Auge behalten und fördern.

Wil West: die Chance
Als zweite Referentin konnte der AGV Südthurgau Regierungspräsidentin Carmen Haag präsentieren. Zum Thema „Wil West – eine Chance für die Region“, erörterte sie das ganze Vorhaben, die Realisierung und die Herausforderungen zum Mammutprojekt. «Ich bin überzeugt davon, dass Wil West eine grosse Chance für diese Region darstellt. Ebenso glaube ich, dass wenn es drauf ankommt, die Kantone Thurgau und St. Gallen zusammenspannen. Das Ziel besteht nämlich unter anderem auch darin, dass die beiden Kantone und die Gemeinden der Regio Wil gemeinsam in die langfristige Stärkung der Region als Wirtschafts- und Wohnstandort investieren.»