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GEORGE FLAMMER | Zuzwil | george.flammer@leunet.ch |

NEIN zum Neubau Turnhalle Zuzwil V - Zusammenfassung
Vor einiger Zeit wurden den Mitbürgern von Zuzwil drei Varianten für die Erneuerung der bestehenden Turnhalle präsentiert. Zwei davon standen schlussendlich zur Auswahl.
Variante 1: Renovation der bestehenden Halle, Kosten 5,1 Mio.
Variante 2: Abbruch und Neubau, Kosten 8.8 Mio.
Heute frage ich mich, ob der errechnete Betrag der Renovation wirklich so hoch war oder ob er bewusst hoch gehalten wurde, damit sich ein Neubau aufdrängt. Wurde im gleichen Masse auch der prognostizierte Betrag für den Neubau entsprechend tief gehalten?
Es sieht jedenfalls genau danach aus, denn dieser Betrag wurde nun um rund 2 Mio. erhöht. Nicht besonders genau. Ich als privater Bauherr würde das jedenfalls nicht akzeptieren. Und genau jenes Architekturbüro soll jetzt zum Dank für die ungenauen Zahlen die Bauführung machen dürfen. (Hmm?)

Gegenüber jenen die sich, wie ich auch, für einen Neubau eingesetzt haben, ist eine solche Kostenerhöhung ein Affront. Man bemüht sich, setzt sich vehement für einen Neubau ein und verbreitet Zahlen, welche sich hinterher als weit daneben herausstellen. Ich und die Stimmbürger wurden hier mehrfach irregeleitet und ich frage mich, ist dies nun geplante Manipulation indem erst tief angesetzt wird, um das Ziel Neubau zu erreichen, um dann in einem zweiten Schritt doch mehr auszugeben oder ist es einfach nur ein Versagen der Beteiligten?

Das Geld für die Planung wurde in die Jahresrechnung integriert und die Mehrkosten sehr kurzfristig kommuniziert. Genau genommen mit dem Mitteilungsblatt am Tag der Bürgerversammlung. Wer nicht ganz genau aufpasste, hat dies nicht einmal mitgekriegt. Dieses Vorgehen ist nicht korrekt, da eine Diskussion vor der Abstimmung gar nicht erst aufkommen konnte. Die Bürgerschaft wird vor nackte Tatsachen gestellt. Keine Auswahl, vorgegebene, zweifelhafte Beträge und erschlichene Planungskosten. Diese Taktik hält den Stimmbürger davon ab, ein NEIN in die Urne zu legen, da ihn dann die bereits verbrauchten Kosten reuen.

Die Planung weisst Lücken auf und unvorhergesehenes wurde nicht einkalkuliert. Man kann also davon ausgehen, dass die Gesamtkosten noch weiter ansteigen werden. Ich erinnere an das Kranfundament und die Erdbebenverstärkung bei der Erweiterung des Schulhauses. Sponsoren wurden übergangen, wichtige Berater wurden ausgelassen und die Kommunikation war einseitig.

Die Abstimmung findet an einem Wochenende statt, an welchem keine weiteren nationalen und kantonalen Abstimmungen anstehen. Wurde das bewusst so geplant? Entsprechend gehen die Verantwortlichen von einer tiefen Stimmbeteiligung aus, welches eine NEIN-Mehrheit von Anfang an schwieriger macht. Daher ist es wichtig, dass nicht nur die Gegner ihr Stimmrecht wahrnehmen, sondern insbesondere auch die sonst Enthaltsamen.

Im Weiteren wird jetzt nur über die 10.13 Mio. Baukredit abgestimmt. Das ist grundsätzlich falsch!
Es müsste über die Gesamtkosten von fast 11 Mio. abgestimmt werden. Die vier grossen Vereine sind auf eine Infrastruktur angewiesen. Diese steht bereits heute zur Verfügung und die Schule hat keinen Bedarf an einer neuen Turnhalle. Es ist besser, erst nochmals über die Bücher zu gehen und dann dem Stimmbürger etwas mit Hand und Fuss zu präsentieren. Es geht viel zu schnell. Somit sind Fehler vorprogrammiert. Es muss nicht immer alles gleich fertig sein.

Für mich klar: NEIN zur neuen Turnhalle!