Die Fanfaren der Stadttambouren kündeten die Eröffnung des jüngsten Wiler Wahrzeichens an, den Wiler Turm, das gelungene Werk lobt auch deren Erbauer,
vom Planer bis zum Zimmermann. Zwei Jahre nach der „1250 Jahre Äbtestadt Wil“ konnte nach dem Wiler Lexikon und dem Stadtfest auch das dritte nachhaltige Werk, der Wiler Turm, seiner
Bestimmung übergeben werden. Die Einweihungsfeier zog viel Publikum an, den Augenblick der Eröffnung wollten die Städter nicht verpassen. Mit dem hölzernen Turm steht die Stadt Wil zum Werkstoff Holz. Man
kann daraus weit mehr machen als nur verbrennen, so der Planer Julius Naterer.
Auf dem Hofberg ging es gleich zu Beginn hoch zu und her. Zum Willkomm auf der Hochebene des Wil’s, allerdings
auf Bronschhofer Boden, begrüsste der Stadtpräsident Bruno Gähwiler zahlreiche hohe Gäste, angefangen bei der höchsten Regierungsrätin, Regierungspräsidentin Karin Keller-Sutter und der Höchsten Wilerin
Dorothee Zumstein.
Das Werk lobt den Meister
Die Idee für den Bau eines Wiler Turms auf dem Hofberg kam ursprünglich vom damaligen Verkehrsverein, anlässlich des Stadtjubiläums. Der Werdegang
verlief beschwerlich, bis die Finanzen für den Turm beieinander waren. Die Stadt steuerte 260'000 Franken bei, die restlichen 300'000 Franken musste Wil Tourismus mittels Spenden beschaffen, als Bauherr trat
die Stadt Wil auf, mit Max Forster vom Baubüro stand ein versierter Bauleiter zur Verfügung.
Stadtpräsident Bruno Gähwiler lobte die raffinierte Konstruktion, welche von Professor Julius Naterer
geschaffen worden sei. Es habe aber ebenso den kompetenten Beitrag der Arbeitsgemeinschaft Egli-Weber gebraucht, um die komplexe Holzkonstruktion zu bauen.
Ein Traum in Erfüllung gegangen
Für
Andreas Hilber von Wil Tourismus ging mit der Eröffnung des Wiler Turms ein Traum in Erfüllung. Das lange Warten, die ersten Ideen stammen aus der Gründerzeit des Verkehrsvereins vor 122 Jahren, habe sich
gelohnt. Der erneute Anstoss zum Jubiläumsjahr der Äbtestadt im 2004 sei nun erfolgreich geworden. Der Turm könne als nachhaltiges Projekt bezeichnet werden.
Keine Bedenken betreffend die Lebensdauer des
Turms hat der Planer Julius Naterer. Mit der Verwendung der Douglasien im Aussenbereich und er Überdachung des Turmes selber könnten problemlos 80 Jahre garantiert werden. Schmunzelnd fügte Naterer bei, dass
der Turm alle hier Anwesenden überleben werde. Für Naterer ist der Turm ein wichtiges Beispiel, dass Holz nicht allein für die Verbrennung geeignet sei und auch ökologisch als Beispiel vorangehen könne.
Der Segen Gottes kam direkt
Die beiden Pfarrherren Meinrad Gemperli und Christoph Casty brachten den Turm mit der Himmelsleiter in Verbindung. Der Aufstieg zum Himmel habe schon biblische
Betrachtungen hervorgebracht. Im Aufstieg zum Wiler Turm könnten ebenso neue Gesichtspunkte in Erscheinung treten, Weitsicht und der Respekt gegenüber der Natur könnten gewinnen. Die Begegnung mit Gott kann
überall stattfinden, so auch im Aufstieg zu diesem Turm. Der Segen des Allmächtigen kam gleich selber, eine warme Regentaufe war der Einweihung vorausgehend beschert.
Die Spannung war allseits gross, den
Turm umgehend besteigen zu können und die Aussicht nicht nur von Bildern, sondern selber geniessen zu können. Die Festwirtschaft und der Auftritt der Bauchnusti-Musik umrahmte die Eröffnung optimal.
Sozusagen in einem Turmfest endigte die Eröffnung. Der Zulauf zum Turm konnte auch zu späterer Stunde beobachtet werden, sodass wohl bis in die Abendstunden immer neues Publikum den Aufstieg zu neuen Höhen
wagte.